Viele Meinungen zum Bürgerhaus

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Das Bürgerhaus "Alte Schule" in Hülen soll erweitert werden. Was bei einer Bürgerbefragung dazu herauskam war Thema in der Sitzung des Ortschaftsrat
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Was Hülener Bürger zum geplanten Umbau des Bürgerhauses „AlteSchule“ sagen und wie die Ergebnisse eine Bürgerbefragung lauten. 

Lauchheim-Hülen

Ihre Meinung ist uns wichtig“ – so war ein zehnseitiger Fragebogen tituliert, wonach Hülener Bürger die Möglichkeit bekommen haben, am geplanten Umbau des Bürgerhauses „Alte Schule“ mitzuwirken. Zwei Varianten standen zur Diskussion. Dazu wurde das Interesse an Veranstaltungen abgefragt und was den Bürgern sonst noch auf den Nägeln brennt.

„Von 250 verschickten Fragebögen haben wir 70 Rückmeldungen erhalten“, zog die Ortsvorsteherin Eva Rösler in der Sitzung des Ortschaftsrats vom Mittwoch nun ihr Resümee. 27 Prozent an Rückmeldungen wären seitens junger Familieneingegangen. 

Was am Bürgerhaus „AlteSchule“ geplant ist

Ein Anbau im Osten soll mehr Platz für Vereine,Ortschaftsrat und für die Ortschaft Hülen schaffen. Eine zentral gelegene Küchemit Lagerraum und zusätzliche WCs im Obergeschoss versprächen dazu kürzere Wege.„Die zukünftige Größe des Bürgerhauses befinden 89 Prozent der Bevölkerung alsausreichend. Nur elf Prozent plädieren ganz gegen den geplanten Umbau“, veranschaulichtRösler die jeweiligen Ergebnisse in Diagrammform. Die beiden möglichenVarianten im Untergeschoss unterscheiden sich in der Anordnung einer zusätzlichenVerteilerküche, dem Foyer, sowie den neu entstehenden Vereins- undSitzungsräumen. „69 Prozent befürworten die Variante 1. Das wären zwei separateRäume getrennt durch die Verteilerküche“, so die Ortsvorsteherin. Für einenVerkaufsautomaten mit regionalen Produkten im neuen Bürgerhaus stimmten 73Prozent. Ob nun ein monatlicher Sonntagskaffeetreff oder Musik- und Comedy-Veranstaltungen– die Mehrheit bekundete auch hier das Interesse. Gleichfalls sei aber hinterfragtworden, ob überhaupt genügend Bereitschaft vorhanden wäre, sich aktiveinzubringen. 

Was sich die Bürgersonst noch in Hülen wünschen

Als „Gut“ empfinden die Hülener Bürger die Ausarbeitungenihres Ortschaftsrats. Dagegen als „Mangelhaft“ wurde die Anbindung an denÖffentlichen Personen-Nahverkehr beurteilt. Ob ein Bürgerrufauto in Anspruchgenommen würde? „Nein“ sagen 65 Prozent an Kreuzchen in den Fragebögen aus.Wobei Rösler differenziert: „Die Senioren haben deutlich dafür gestimmt. Jedochwünscht sich die Jugend mehr Möglichkeiten zu einem späteren Zeitpunkt.“ Alsnotwendig wurden Fußgängerüberwege in Höhe des Kindergartens  und auf Höhe Auracher gesehen. Dagegen seien die Meisten mit der Straßenbeleuchtung zufrieden und die Wenigsten wünschen Kontrollen der Parksituation durch die Stadt.

Ziemlich die Waage hält sich das Ergebnis bei der Notwendigkeit eines neuen Baugebiets in Hülen. Mehrfamilienhäuser mit sechs Wohneinheiten oder mehr lehnen dagegen gut zwei Drittel der Befragten ab. „Bauplätze nur für Hülener“ oder „keine unnötige Flächenversiegelung“ benennt Rösler dazu als eingegangene Stellungnahmen.
„88 Prozent der Menschen lebt gerne in Hülen“, freut sich die Ortsvorsteherin über die letzte Auswertung. „Es wäre schlimm, wenn das Ergebnis anders gelautet hätte.“ 

Wie es in Hülen nun weitergeht

Was der Ortschaftsrat nun aus der Befragung mitnimmt,erklärt Rösler so: „Wir werden den Umbau nochmals überdenken und Anregungen einfließen lassen.“ Auch wolle man einen Spielplatz in Angriff nehmen. „An einer Verkehrsberuhigung sind wird schon immer d’ran. Alles ist in die Wege geleitet.Leider fehlen noch Zählungen und es gibt immer noch keinen Fortschritt.“

In Sachen „Bürgerhaus“ drängt langsam die Zeit. Denn, um anmögliche Fördergelder zu kommen, müsse man bis August 2022 entsprechendeELR-Anträge stellen. Dies in die nächste Runde mitnehmen, ist demnach das Zielder Ortschaftsräte in Hülen.

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