Vor Hülen bleibt es dunkel

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Der Rad- und Geweg in Richtung Kapfenbug bleibt wie er ist. Keinen Notwendigkeit für eine Straßenbeleuchtung sehen die Hülener Ortschafsträte.
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Wie die Hülener Räte die Notwendigkeit einer Beleuchtung des Rad- und Fußwegs vor Schloss Kapfenburg beurteilen.

Lauchheim-Hülen

Brauchen wir eine Beleuchtung des Rad- und Fußwegs zu Schloss Kapfenburg?“ In der Sitzung des Ortschaftsrats Hülen, stellte die Ortsvorsteherin Eva Rösler eine Frage, die längst schon geklärt schien. Im Zuge des Baus eines neuen Kreisels bei der Kapfenburg wurde Mitte 2020 ein neuer Rad- und Fußweg bis zum Ortseingang Hülen realisiert. Eine Beleuchtung sollte 2021 angegangen werden und es wurden bereits Leerrohre verlegt. Nur die Ausführungsvariante war noch unklar. 12 Masten würden für die Ausleuchtung des Weges benötigt. Für 15 000 Euro hat die ODR entsprechende Leuchtenangeboten. Ein Alternativangebot über intelligente Leuchten liegt bei 40 000 Euro.

Der Tenor unter den Ortschaftsräten war eindeutig: Wir brauchen keine Beleuchtung in Richtung Kapfenburg, hieß es nach einer Diskussion um Notwendigkeit, Folgekosten, Lichtverschmutzung und Nachhaltigkeit.

Einstimmig votierten die Räte so auch gegen das Vorhaben.

Auch kein Parkplatzausbau

Kein Ausbau des Wanderparkplatzes nördlich von Hülen und somit auch kein Großraumparkplatz für Veranstaltungen auf Schloss Kapfenburg– in seiner jüngsten Sitzung hat der Ortschaftsrat Hülen noch einmal seinen Beschluss bekräftigt und ein Vorhaben abgelehnt, das bereits im Jahr 2017 auf der Tagesordnung stand.

Schon da gab es Überlegungen den bestehenden Parkplatz auszubauen. Vom Land Baden-Württemberg existiere gar eine Vereinbarung, wonach eine Kostenbeteiligung in Höhe von maximal 10 000 Eurozugesagt wurde. So zumindest wurde nun in der Sitzung erinnert. 190 000 Euro an Kosten, 97 000 Euro in einfachster Bauweise, seien seinerzeit geschätzt worden. „Das Vorhaben ist immer noch im Haushalt berücksichtigt und wurde deshalb in einer Klausurtagung besprochen“, so Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele, die erklärt: „Wir wollten das Thema nochmals mit in die Gremiennehmen.“ Demnach läge inzwischen auch ein Angebot der Firma Shala vor, die in einfachster Bauweise für die ganze Fläche 92 000 Euro genannt habe.

Eigentümer der derzeitigen Blumenwiese zwischen Wanderparkplatz und Steinbruchtrasse sei das Land. Die Stadt Lauchheim dürfe den Parkplatz aber bauen. Ortschaftsrat Markus Maier möchte an dem Beschlussfesthalten: „Wir brauchen für Hülen die Erweiterung des Parkplatzes nicht“,sagte er. Wie Hülens Ortsvorsteherin Eva Rösler aus Gesprächen erfahren habe,benötige selbst die Kapfenburg oder Justizvollzugsanstalt den Wanderparkplatz nicht. „Die Bürger wollen eine insektenfreundliche Fläche“, fügte Stadträtin Renate Sterz in beratender Funktion an.

Einstimmig und zum wiederholten Male lehnte der Ortschaftsrat am Ende den Ausbau des Wanderparkplatzes ab. „Der Knopf ist jetzt d’ran“, so die Bürgermeisterin, die den Beschluss respektiere. 

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