Warum das Singen glücklich macht

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Ukulele schule und Grundschulchor Zöbingen.
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Sieben Kinder- und Jugendchöre und neun Kindertagesstätten treten auf beim Kinder- und Jugendchortag auf der Kapfenburg.

Lauchheim-Hülen

Rund 200 Kinder und Jugendliche aus sieben Chören und neun Kindertagesstätten hatten beim Kinder- und Jugendchortag des Eugen-Jaekle-Chorverbands (EJCV) jede Menge Spaß, ihr Können den vielen Zuschauern und Offiziellen zu präsentieren. Und das auf der großen Festival-Bühne auf Schloss Kapfenburg, was dann doch auch bei vielen für Nervosität sorgte. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Ein Lied woll'n wir singen von der Kapfenburg in die Welt“.

„Ich bin so aufgeregt, die Bühne ist so groß und viele Leute sind da“, war vor dem Auftritt von einer jungen Sängerin zu hören, ähnliches kam von anderen Mitgliedern der Chöre. Aber letztlich war der Tag ein großer Erfolg, wofür viel Beifall der Zuschauer sprach.

Zu Beginn hatte ein ökumenischer Gottesdienst die Veranstaltung eröffnet. Kaspar Grimminger, Carusos-Fachberater beim EJCV, begrüßte die Zuschauer, die rund 200 mitwirkenden Kinder und einige Ehrengäste. Er schilderte, dass der Berliner Komponist Peter Schindler, gebürtig aus Calw, die beteiligten Chöre mit Zoom-Videos mit vorbereitet hatte. Bürgermeisterin Andrea Schnele und Akademiedirektor Moritz von Woellwarth bekannten sich als langjährige Anhänger des Singens auch in Chören. Beide betonten die verbindende Wirkung der Teilnahme, die Stärkung der Gemeinsamkeit und die Freude und Kraft, die Musik vermittele. Singen mache glücklich, und glückliche Menschen gehen achtbarer miteinander um, ergänzte von Woellwarth.

Den Beginn im Auftrittsreigen machten die Ukuleleschule Hofmann und der Grundschulchor Zöbingen. Teile des Chores hatten, als Singen während der Pandemie nicht möglich war, angefangen bei Daniela Hofmann Ukulele zu lernen, jetzt wird das einfach verbunden. Die Zuschauer waren animiert, bei „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ und dem Fliegerlied mit zu klatschen und zu singen. Den Kindern merkte man die Freude an. Auch die „Happy Kids“ des Liederkranzes Ellenberg hatten ihre Nervosität vergessen. Unter der Leitung von Johannes Bolsinger boten sie mit viel Spaß Stücke wie „Hand in Hand with a Friend“ und „Wie gut dass es die Sonne gibt“, die die Zuschauer mit begleiteten. Landrat Dr. Joachim Bläse freute sich in einem Grußwort über die vielen Kinder, die sichtbar Freude am Singen gefunden hätten. Das müsse man unterstützen und fördern. Günter Hopfensitz, Vorsitzender des Jaeckle-Verbandes, betonte die Wichtigkeit des Nachwuchses, um die Chöre am Leben zu erhalten. Dieser Tag sei dazu ein einschneidendes Erlebnis, „wie Woodstock 1969“, ergänzte er.

Weitere beteiligte Chöre waren unter anderem die „Goldkehlchen Eigenzell“, die „Liederzwerge“ Hüttlingen, „ConTakt Unterrombach“ und der Kinderchor Pfahlheim.

Am Nachmittag fand nach einem gemeinsamen Lied dieser Chöre ein Mitmachkonzert von neun zertifizierten „Carusos-Kindergärten“ unter der Leitung von Peter Schindler statt. Dies sind Kitas, in denen täglich kindgerecht gesungen wird. Schindler hat dazu mit anderen ein Liederbuch zusammengestellt, daraus haben die Kinder und die Besucher gemeinsam gesungen.

Singen macht Spaß, das zeigt dieser Chor.
Von rechts Akademiedirektor Moritz von Woellwarth, Bürgermeisterin Andrea Schnele, Organisator Kaspar Grimminger vom Eugen Jaekle-Verband.
Die Ukulele Schule und der Grundschulchor Zöbingen eröffneten die Auftritte.
Die Happy Kids aus Ellenberg.

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