Zwei Pianistinnen stechen heraus

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Gruppenbild der Preisträger mit Moritz von Woellwarth
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Vorspiel- und Preisträgerkonzert von „Jugend-musiziert“ mit Teilnehmern aus dem Ostalbkreis bringt feine Musik auf Schloss Kapfenburg.

Lauchheim-Hülen

Ein kleines, feines Konzert am Sonntagvormittag auf Schloss Kapfenburg: Preisträgerkonzert Jugend musiziert, ein Vorspiel im Trude-Eipperle-Saal.

Akademiedirektor Moritz von Woellwarth begrüßte die Eltern, Kinder, Lehrerinnen und Lehrer mit Gratulation und Dank für das Durchhalten in der Coronazeit, dass „Ihr, dass Sie alle so lange Zeit die Leidenschaft für das Instrument aufrechterhalten haben.“

Nach und durch etliche Bemühungen sei es doch noch gelungen, einen Regionalwettbewerb durchzuführen. Einige Erstplatzierte hätten sich trotz Ferien bereitgefunden, auf Schloss Kapfenburg am letzten Wochenende der Ferien vorzuspielen und dadurch nicht zuletzt Bühnenerfahrung zu sammeln und erkennbar zu machen, was für ein Niveau die Musikausbildung in der Region hat.

Mit einigen hübschen Stücken legten die neun- bis zehnjährigen Eleven los: direkt und klar Tim Risel aus Schwäbisch Gmünd, sehr sicher Sophia Kurz aus Aalen-Ebnat mit drei Stücken, Christian Gichert (Neresheim) mit Schwung auf dem Euphonium, einer kleinen Tuba. Karla Hägele und Jonas Schröder musizierten mit Klavier und Violine einen Part aus einer Sonate von Moritz Hauptmann. Die vier Jüngsten haben mit je 24 oder 25 Punkte allesamt einen 1. Preis beim Regionalwettbewerb zugesprochen bekommen.

In der Altersgruppe 2 (11 bis 12 Jahre) traten drei Solist*innen an: Sofia Fedosenko mit einem virtuos vorgetragenen, vielfarbigen „Scherzino“ von Joachim Andersen, mit dem Ergebnis „1.Preis mit Weiterleitung“ im Regionalwettbewerb und einem 1. Preis im Landeswettbewerb. Sophia Kottmann ließ Stücke von Camille Saint-Saens und Marin Marais hören, ebenfalls mit einem 1. Preis mit Weiterleitung im Regional- und einem 1. Preis im Landeswettbewerb. Mit gleichem Ergebnis kam Ellen Habrom auf die Bühne und verblüffte mit einem modernen, experimentellen Stück mit drei Blockflöten und zuvor einem grundsoliden Vortrag eines Satzes aus einer barocken Marcello-Sonate.

Zwei Pianistinnen aus der Altersklasse der 13/14-Jährigen setzten das Glanzlicht der Matinee: Pauline Hegele aus Mutlangen und Amelie Hann aus Schwäbisch Gmünd spielten das Finale der „Four Movements für Two Pianos“ von Philipp Glass, virtuos, mit kultivierter Wucht, exakt in Ausdruck und Zusammenspiel – vorzüglich. Das Duo hatte beim digitalen Landeswettbewerb einen 1. Preis bekommen.

Kräftig und sicher meisterte schließlich Sebastian Busan aus Schwäbisch Gmünd die Meditation für Bassposaune von Frigyes Hidas. Beste Platzierung beim digitalen Regional- und Landeswettbewerb und ein 2. Preis beim digitalen Bundeswettbewerb.

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