Ideologien helfen nicht weiter

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Begegnungen mit Bürgern beim Silvestergespräch: der CDU- Gemeindeverbandsvorsitzende Harald Steidle (von links), MdB Roderich Kiesewetter und MdL Winfried Mack und Westhausens Bürgermeister Markus Knoblauch (von rechts) und Landrat Dr. Joachim Bläse. Foto: Franz Mayer

Aktuelle Fragen im Silvestergespräch des CDU-Gemeindeverbands Westhausen-Lippach diskutiert.

Westhausen. Die Betrachtung von Krisen und Problemen des zu Ende gehenden Jahres wolle er seinen Nachrednern überlassen, hat Bürgermeister Markus Knoblauch beim Silvestergespräch im Bürgersaal des Rathauses Westhausen gesagt, zu dem der CDU-Gemeindeverband Westhausen-Lippach eingeladen hatte. Landrat Dr. Joachim Bläse bezeichnete Westhausen als „Mustergemeinde“.

Bürgermeister und Landrat waren dem Glockenläuten der Pfarrkirche St. Mauritius gefolgt und zur Pilgermesse gegangen, mit der der Silvesterritt begann. „Ich wünschte mir für das Jahr 2023, dass es in allen Gemeinden und Städten des Ostalbkreises so vorangeht wie in Westhausen“, hatte der Landrat auf die „Gemeindepräsentation“ von Bürgermeister Knoblauch reagiert. Besonders erfreut sei er, dass Westhausen neben Waldstetten zu einer „Mustergemeinde in Altenpflege und -betreuung“ geworden sei. Das Gewerbegebiet „A7“, Bauplätze im Gebiet Josefskapelle, der Breitbandausbau, der Westhausen das Prädikat „Gigabitgemeinde“ verspreche, waren Highlights, die Knoblauch darstellte.

Harald Steidle, der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Westhausen-Lippach, sagte, nach zweimaligem „online und hybrid“ sei es endlich wieder ein Silvestergespräch „wie's sein soll“, was die zahlreichen Besucher bekräftigten.

Angebotskrise und Bürokratie

Über „Geld“ zu sprechen war der Part des Landtagsmitglieds Winfried Mack, vor allem über dessen Wertverlust durch die Inflation. Ursachen für diese sah er in einer Angebotskrise, die es ebenso zu bekämpfen gelte wie eine ausufernde Bürokratie. Mack sprach die Energiekrise an und sagte, „technische Probleme sind nur durch Technik zu lösen und nicht durch Ideologien.“ An der Nutzung von Kernkraft, der Gewinnung von Wasserstoff, wie auch synthetischer Kraftstoffe und der CO2-Verpressung in Erdschichten führe kein Weg vorbei. Er appellierte, „wenn wir das Klima retten wollen, müssen wir ein Industrieland mit ständigen Innovationen bleiben.“

Der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter beleuchtete Krisen der Weltpolitik und auch die auf dem Arbeitsmarkt im Ostalbkreis mit 13000 offenen Stellen. Seine Analyse der Bundespolitik ergab einen „Scherbenhaufen“. Eine wahre Zeitenwende beginne mit dem Aufräumen dreier Lebenslügen: billigem Gas aus Russland, Sicherheit aus den USA und günstigen Waren aus China.

Eine rege Diskussion mit Erörterungen verschiedenster Fragen schloss sich an. Eine davon: angebliche Waffenlieferungen des Iran nach Russland. Jetzt eine demokratische Friedensordnung für den Iran zu bewirken, sei eine Chance westlicher Bündnisse, sagte Roderich Kiesewetter.

⋌Franz Mayer

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