Kameradschaft und Zusammenhalt - wichtig wie nie

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Einige der geehrten Feuerwehrleute Fotos: gwd
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Festakt würdigt die Leistungen von über 3800 Mitgliedern der Feuerwehren im Ostalbkreis.

Westhausen. Vier Tage lang präsentierte sich Westhausen als Hochburg der Feuerwehren im Ostalbkreis. Allem voran das Jubiläum 100+2 Jahre Freiwillige Feuerwehr Westhausen. Und wäre neben Familie und Beruf die Organisation dieser Feierlichkeiten nicht schon genug Arbeit für die Kameradinnen und Kameraden der örtlichen Wehr, stellten die Mitglieder darüber hinaus ein Kreisfeuerwehrfest auf die Beine, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ganze sechs Jahre ist es her, dass die Wehren des Ostalbkreises in vergleichbarer Form zusammengekommen sind. Im bunten Reigen vieler Programmpunkte durfte ein besonderer Festakt nicht fehlen. Die Leistungen von mehr als 3800 Kameradinnen und Kameraden galt es in Wort und Tat zu würdigen.

Stellvertretend nahmen in diesem Jahr acht Feuerwehrmänner Ehrenkreuze und Ehrenmedaillien von Bundes- und Landesverbänden entgegen. Etliche Vertreter von Feuerwehrorganisationen und der Politik überbrachten zuvor ihre Grußworte. Einzig für Willibald Freihart, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, kein guter Tag, musste dieser unfreiwillig wegen eigener Erkrankung den gesamten Feierlichkeiten fern bleiben. Anstelle Freihart begrüßte sein erster Stellvertreter, Jürgen Kasprowitsch, die hochrangigen Gäste. Insbesondere deren zahlreiches Erscheinen zeige, wie groß der Stellenwert des Ehrenamtes sei, sagte Kasprowitsch.

Für Bürgermeister Markus Knoblauch bot sich anschließend „ein toller Blick in die Runde der Gäste“. Wohl selten im Laufe seiner Amtszeit könne ein Gemeindeoberhaupt ein solch großartiges Fest begleiten. Vier Tage lang habe Kommandant Raimund Bees und seine Mannschaft Westhausen zu „Festhausen“ gemacht.

Statt Freihart hielt dann Kasprowitsch die Rede zum Festakt. Die stolze Anzahl von mehr als 3800 Kameradinnen und Kameraden dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Nachwuchsarbeit weiter im Fokus stehen müsse. Die digitale Welt konkurriere zu ehrlicher Kameradschaft und Zusammenhalt. Gerade in Zeiten, wenn Katastrophen- und  Bevölkerungsschutz immer wichtiger werde.

Geehrt wurden im Fortlauf langjährige Mitglieder verschiedener Wehren des Kreises. Landrat Dr. Joachim Bläse betonte im Anschluss, dass die Feuerwehren nicht mit Brauchtumsvereinen verwechselt werden dürften. Vielmehr seien die Kameradinnen und Kameraden eine wichtige Säule der Gesellschaft. Es sei nicht nur ein Ehrenamt, sondern beachtliches Engagement, wenn jeder Einzelne sich in seiner Freizeit in die Gefahren der Notfallbekämpfung begebe.

Nicht mehr nur Feuer, sondern Trockenheit, Hitze, Starkregen oder die drohenden Energieengpässe seien neue Herausforderungen. Bläse will Strukturen zur Selbstbehauptung der Gesellschaft schaffen „und dazu brauche ich euch“.

Als Vertreter der Bundespolitik sprach Roderich Kiesewetter im Namen sieben Abgeordneter zu den Gästen,  „Wir stehen in einer Zeit des Umbruchs“. Pandemie, Klimawandel und Krieg in Europa zwingen zu neuen Ansätzen. Der Geist der Freiwilligkeit sei maßgebend, damit alle zusammen stehen, wenn es notwendig werde.  

Geehrte Feuerwehrleute

Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ging an Roland Hägele, Heuchlingen und Anton Liebhaber Unterschneidheim. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze erhielten Raimund Bees, Westhausen; Bastian Trauter, Alois Weiß und Michael Wörz, Aalen. Die Feuerwehr Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Silber ging an Joachim Hofmann, Westhausen; Achim Krumpschmid, Waldstetten. ⋌Gerold Wenzel

Sehr gut besucht war der Festakt beim Kreisfeuerwehrtag

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