„Keine kleine Bank um die Ecke“

Die Raiffeisenbank Westhausen setzt ihren erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre weiter.

Westhausen. Mit dem Geschäftsjahr 2021 sind die Vorstände Werner Schneider und Anja Göschl zufrieden. Ein überplanmäßiger Zuwachs im Kundengeschäft und eine zufriedenstellende Vermögens- und Ertragslage lässt die Westhausener Genossenschaftsbank zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Von solide bis sehr zufrieden reicht die Einschätzung der beiden Vorstände der Raiffeisenbank Westhausen, Werner Schneider und Anja Göschl und die des Aufsichtsratsvorsitzenden Karl Kucher, in Hinblick auf das Geschäftsjahr 2021. Sowohl in der Bilanzsumme, den Einlagen und Krediten als auch bei den Wertpapier- und Fondsbeständen verzeichnet die kleine Genossenschaftsbank einen zweistelligen Zuwachs. „Angesichts einem betreuten Kundenvolumen von 460 Millionen Euro sind wir keine kleine Bank um die Ecke mehr“, sagt Vorstandssprecher Werner Schneider überzeugt.

Im Zuge der jüngeren Finanzkrisen hat die Krisenanfälligkeit und Pleite von Banken zu verschärften Eigenkapitalregeln für Kreditinstitute zur EU-Richtlinie Basel-III geführt. Mit einer Eigenkapitalquote von 16,7 Prozent ausgestattet, muss sich die Raiffeisenbank Westhausen dahingehend keine großen Sorgen machen. Ihren eingeschlagenen Wachstumskurs, auch bei neuen Kreditvergaben, kann die Genossenschaftsbank ohne Probleme weiterführen. Die geforderte Mindestkapitalquote von acht bzw. 10,5 Prozent plus weiteren bankenindividuellen Kapitalaufschlägen, erfüllt die Raiba Westhausen ohne weiteres. Und ihre Eigenkapitalquote will die Bank durch neue Rücklagen- und Reservebildungen noch weiter stärken.

Kurs der Bank macht sich bezahlt

Der Jahresüberschuss 2021 liegt gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 konstant bei 233000 Euro. Die Entwicklung bei den Zins- und Provisionsüberschüssen ist leicht rückläufig. Beim Verwaltungsaufwand konnte die Genossenschaftsbank fast 100000 Euro einsparen.

Der Saldo bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ist um weitere 48000 Euro auf nunmehr fast eine Million Euro gestiegen. Hier macht sich der eingeschlagene Kurs der Bank mit Investitionen in alternative Ertragsquellen in den letzten Jahren bezahlt. So ist die Raiba Westhausen Eigentümerin eines Solarparks in den neuen Bundesländern und nennt insgesamt drei Gebäude von bekannten Lebensmitteldiscountern in Neuler, Spraitbach und seit neuesten auch in Wörnitz ihr eigen.

Investiert hat die Bank auch in den Bau neuer Mietwohnungen in Westhausen. „Wir werden auch in Zukunft nach weiteren, für uns interessanten Investitionsprojekten Ausschau halten. So machen wir uns in Sachen Ertragskraft unabhängiger von der Entwicklung des Zinsgeschäfts“, kündigt Schneider an.

2022 wird in vieler Hinsicht das Jahr der Neukundengewinnung und Mitgliederwerbung. „Die Mitgliedschaft wird das zentrale Ankerprodukt unserer Kundenbeziehung. Das Ziel liegt bei 4500 Mitgliedern in 2022“, so Schneider. Aktuell liegt die Mitgliederzahl bei 4296. Weiter soll das Kundengeschäft im Kredit-, Baufinanzierungs- und Firmenkundenkreditbereich ausgebaut werden. Dies soll der Stabilisierung des Zinsertrages dienen. Die Abteilung der Firmenkundenberater ist entsprechend aufgestockt worden. „Wir werden nur neue Kunden gewinnen können durch schnelle Kreditentscheidungen und der Qualität bei den Kundenberatungen. Beides ist bei der Raiba Westhausen nun gegeben“, weiß der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Kucher.

Nachhaltige Invests

Vorstandsmitglied Anja Göschl ist in ihrem Geschäftsbereich unauch für die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit der Raiba Westhausen zuständig. „Allein mit unseren PV-Anlagen hinterlassen wir einen deutlich „grünen“ Abdruck. 155000 Kilowattstunden an Gas und Strom verbrauchen wir selbst in Eigenbedarf. Dagegen produzieren wir rund 2,7 Millionen Kilowattstunden an Strom mit unseren PV-Anlagen“, rechnet Göschl vor.

  • Dividende und Generalversammlung
  • Auch in diesem Jahr wird es pandemiebedingt wieder nur eine digitale Generalversammlung vom 27. bis 29. Juni 2022 geben.
  • Es ist geplant, eine Dividende von zwei Prozent an die Mitglieder auszuschütten.

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