Abbildung des Antlitzes von Jesus Christus

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Foto: Ein Abbild des Volto Santo hat einen Platz in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus erhalten.Foto: fm

Nachbildung des „Volto Santo“ erhält Platz in St. Petrus und Paulus.

Lauchheim. In einer Sonntagseucharistie hat Pfarrer Michael Windisch aus Ellwangen, in Vertretung des erkrankten Pfarrers Pius Adiele, die Nachbildung eines Schleierbildes mit dem Gesicht von Jesus Christus gesegnet. Das Original befindet sich in der Kirche von Manoppello in Italien, in der Nähe von Pescara in den Abruzzen.

Das hauchdünne Tuch mit den Abmessungen 17 x 24 Zentimeter ist aus Muschelseide, Byssus genannt, gewoben. Es trägt das Antlitz von Jesus Christus. Daher auch sein italienischer Name Volto Santo, vom lateinischen „vultus sanctus“, zu Deutsch Heiliges Antlitz. Vereinfacht ausgedrückt gilt das Volto Santo als „die Fotografie“ von Jesus Christus.

Es wäre die einzige überhaupt, wenn in dieser Betrachtung der fototechnische Begriff erlaubt sein darf. Mag es deplatziert erscheinen das Bildnis als „Fotografie“ zu benennen ist es das vielleicht nur vordergründig. Denn wissenschaftliche Untersuchungen am Original des Volto Santo in Manoppello haben ergeben, dass auf ihm das Antlitz von Jesus nicht mit Farbe aufgebracht worden sein kann.

Kosmisches Ereignis bei der Auferstehung?

Das Ostergeheimnis die „Auferstehung der Toten“ ist eine der sechs Glaubensbekräftigungen im Glaubensbekenntnis der Christenheit. Die Entstehung des Volto Santo wird auch als Lichtereignis bei der Auferstehung von Jesus Christus gedeutet. Einige Wissenschaftler, die sich mit Energiebündelungen im Weltall befassen und schier unglaubliche Hypothesen über Vorgänge im Kosmos erläutern, widersprechen dieser Auffassung nicht generell. Deshalb soll hier nicht weiter über die Entstehung des Volto Santo gemutmaßt werden. Nur so viel sei erlaubt: Wer an eine Auferstehung glaubt, kann sich mit Blick auf Jesus Christus als dem „von den Toten Auferstandenen“ auch ein „Lichtmysterium“ vorstellen. Und als dessen Folge könnte sich das „Heilige Antlitz“ im Grabtuch eingeprägt haben.

Das Volto Santo in Bezug zu Lauchheim

Dass jetzt ein Abbild des Volto Santo in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus gelangte, geht auch auf die Lauchheimer Künstlerin Susanne Scholz zurück. Zusammen mit ihrem Mann Siegfried war sie wiederholt in Manoppello. Papst Benedikt XVI war dort, als man 2006 den 500. Jahrestag der Ankunft des Volto Santo in Manoppello beging. Auch andere Lauchheimer schildern die Begegnung mit dem „Heiligen Antlitz“ in Manoppello, wie Teilnehmer einer Romfahrt 2013. Die Ordensfrau Petra- Maria Steiner hat ihre Eindrücke in einem Buch mit dem Titel „Kommt vor mein Angesicht“ veröffentlicht. Darin bekennt sie: „Das Volto Santo ist zur Gnade meines Lebens geworden.“ Susanne Scholz hat ihre Erläuterungen über den Tod von Jesus Christus und die Auferstehung illustriert.

Ordensfrau und Künstlerin sind sich einig in der Feststellung: „Das Volto Santo, das Turiner Grabtuch und das Grabtuch von Oviedo sind wie die Zehn Gebote, gleichsam Liebesbriefe aus Gottes Meisterhand, Licht vom Licht.“Franz Mayer

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