Alamannenhalle: „Sahnehäubchen“ für Lauchheim

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Beim Tag der offenen Tür ist viel los in der neuen Halle. Lauchheims Vereinsmitglieder versorgen Besucherinnen und Besucher mit Informationen, auf der Bühne gibt's Programm.
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Große Freude in Lauchheim – mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür wurde am Sonntag die neu erbaute Alamannenhalle eingeweiht.

Lauchheim

Wenn die Bürgerwehr mitsamt seinem Musikzug aufmarschiert, dann ist ein wunderbarer Tag in Lauchheim. Zu Recht, wie wohl alle der rund 180 Ehrengäste, Nachbarn oder Vereinsvertreter  finden, die gekommen waren, um bei der Einweihung eines besonderen Schmuckstücks dabei zu sein. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit ist sie nun fertig – die neue Alamannenhalle. „Der Neubau ist für die Stadt Lauchheim ein wichtiger Meilenstein. Damit sind wir in der Zukunft für die schulischen, kulturellen, gesellschaftlichen und sportlichen Veranstaltungen sowie für den laufenden Betrieb gut aufgestellt“, bringt Bürgermeisterin Andrea Schnele allen am Projekt Beteiligten ihren großen Dank zum Ausdruck. „Nur mit einem Team aus guten Handwerkern und fachkundigen Firmen kann Großes gelingen.“ 

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 8,1 Millionen Euro. Rund 2,5 Millionen Euro gab es an Fördermitteln. Davon hat über 1,44 Millionen Euro das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen bereitgestellt. So zählt auch die Ministerin Nicole Razavi zu den Ehrengästen. „An einem solchen Tag geht einem das Herz auf“, sagt sie auch mit Blick auf ihre Funktion als Turngaupräsidentin. „Es ist für mich immer erfreulich zu sehen, was mit Hilfe der Mittel für Städtebauförderung entsteht und möglich gemacht wird.“ Die Alamannenhalle benennt Razavi als eine kluge Investition in eine zukunftsfähige und vitale Innenstadt. 

Landrat Dr. Joachim Bläse lobt den Mut, der dazugehört, solche Gemeinschaftsorte zu schaffen. „Die Alamannenhalle ist ein Sahnehäubchen geworden“, sagt er. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack findet das neue Bauwerk gut und stellt fest: „Hier kann man durch die großen Fenster auf die Stadt sehen.“ Gabriele May spricht seitens der Vereine ihren Dank aus. „Alle Träume können wahr werden, wenn wir nur den Mut haben, ihnen zu folgen.“ May freut sich über die neue Halle als einen Ort, an dem Lebensfreude nun gelebt werden kann. Pfarrer Dr. Pius Adiele segnet schließlich das Bauwerk.

Die nun dreiteilbare Zwei-Feld-Halle hat eine Spielfeldgröße von 44 auf 22 Meter. Sie verfügt über eine modifizierte Verteilerküche, einen Zuschauerbereich für etwa 100 Stehplätze und – was besonders ist – über eine Klappbühne. Das Büro „Drei Architekten“ aus Stuttgart hat alles geplant. „Es ist ein Haus von Menschen – für Menschen gebaut“, wie Rainer Streule bei der Schlüsselübergabe sagt. „So etwas geht nur in einem Team – mit allen zusammen in eine Richtung.“ Den symbolischen Schlüssel spart er sich. „Es funktioniert sowieso alles nur noch elektronisch.“ Dafür bringt er als Geschenk an die Stadt eine Slack-Line mit. 

Einen Vorgeschmack, was in der neuen Alamannenhalle alles möglich ist, gibt es am Nachmittag. Ob auf oder vor der Bühne – mit Liedbeiträgen der städtischen Kindertageseinrichtungen, Turnvorführungen oder Taekwondo wird viel Kurzweil geboten. Beinahe alle Vereine versorgen an Ständen Besucher mit Infos und es gibt ausreichend zu Essen und Trinken. Draußen am Parkplatz führt die Feuerwehr zusammen mit dem DRK eine Schauübung durch. „Gar nicht schlecht geworden“, findet eine etwas betagtere Turnerin, die sie sich schon auf die erste Übungsstunde freut.

"Es ist ein Haus von Menschen – für Menschen gebaut.“

Rainer Streule Architekt
Vielfältig waren die Angebote der Vereine. So wie hier am Stand des Schützenvereins Lauchheim.
Statt eines symbolischen Schlüssels gab es zur Einweihung von den "Drei Architekten" aus Stuttgart als Geschenk eine Slackline.
Die Ehrenwache der Bürgerwehr beim Empfang. v.l. Ministerin Nicole Razavi MdL, Landrat Dr. Joachim Bläse, Bürgermeisterin Andrea Schnele, Landtagsabgeordneter Winfried Mack und Stadthauptmann Peter Preisler
Pfarrer Dr. Pius Adiele durfte die neue Alamannenhalle weihen.
Ministerin Nicole Razavi MdL trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Lauchheim ein. Bürgermeisterin Andrea Schnele freut sich.
Der Musikzug der Bürgerwehr Lauchheim durfte als Erstes auf der neuen Klappbühne auftreten.
Bürgermeisterin Andrea Schnele dankt besonders (v.l.) Dominik Anders von Bauwerk 4 und Stadtbaumeister Wolfgang Köpf für die hervorragende Bauleitung vor Ort.
Ministerin Nicole Razavi bei der Übergabe einer Plakette für gelungenen Städtebauförderung an Bürgermeisterin Andrea Schnele.
Die Elferratsgarde des Sportvereins Lauchheim.
Von oben hat man einen guten Blick auf die Halle.
Die Elferratsgarde des Sportvereins Lauchheim hat nichts verlernt.
Beim Tag der offenen Tür am Nachmittag war viel los in der Halle.
Bei einem Liedbeitrag der städtischen Kindertageseinrichtungen freuen sich alle über die neue Klappbühne
Vor der neuen Halle herrschte den ganzen Nachmittag über ein Kommen und Gehen
Beim Tag der offenen Tür am Nachmittag war viel los in der Halle.

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