Am Kalvarienberg wachsen die Kräne in den Himmel

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Das erste Haus am in neuen Wohnbaugebiet "Kalvarienberg" in Lauchheim ist aufgerichtet. Dahinter, entlang des Lärmschutzwalls zur B29, entstehen weitere Wohngebäude.

Hochbetrieb herrscht derzeit im neuen Wohnbaugebiet im Osten von Lauchheim.

Lauchheim. Kieslaster und Betonmischer reihen sich aneinander. Kräne wachsen in den Himmel, Bagger graben sich ins Erdreich. Daneben treffen sich Bauherren und Planer zur Lagebesprechung. Ein Schauspiel, das täglich an Dimensionen zunimmt. In Lauchheims neuem Wohnbaugebiet "Kalvarienberg" geht es rund.

Kein Wunder bei den vielen willigen Häuslesbauern, die sich in der Stadt unter der Kapfenburg niederlassen möchten. Genug her gibt das rund sieben Hektar große Areal für's Erste jedenfalls. 48 Einfamilien- und Doppelhäuser sowie acht Mehrfamilien- und acht Reihenhäuser können dort gebaut werden.

Ein zweiter Bauabschnitt ist in den Plänen bereits vorgesehen und wird irgendwann folgen. Bis dahin darf aber eifrig gebaut werden.

Das erste Einfamilienhaus ist schon aufgerichtet – ein Fertighaus, das innerhalb weniger Tage stand. Entlang des Lärmschutzwalls wird bei zwei Baustellen noch Stein auf Stein gesetzt. Manche bauen ohne Keller, weswegen betonierte Fundamentstreifen die Lage der Häuser markieren.

Am südwestlichen Ende der Ringstraße, wo Mehrfamilienhäuser entstehen, wird das Gelände hangseits abgestützt und es türmen sich überdimensionale "Lego-Steine" aus Beton.

Interessant ist das neue Baugebiet nicht nur wegen des tollen Blicks auf Schloss Kapfenburg und zur Kalvarienbergkapelle also allemal. Was letztlich auch die vielen Spaziergänger erklärt, die nach Feierabend und am Wochenende dort ihre Runden drehen.

"Lauchheim ist um ein attraktives Wohngebiet reicher", freute sich Bürgermeisterin Andrea Schnele bereits bei der offiziellen Freigabe der Baugrundstücke mit Segnung im Juni. "Es hat viel Durchhaltevermögen gebraucht." Von der ersten Bürgerinformationsveranstaltung im Oktober 2016, dem positiven Bescheid des Zielabweichungsverfahrens im August 2018 bis zum ersten Spatenstich im März 2019. Nach nur 14 Monaten Bauzeit konnten am Ende die Erschließungsarbeiten fertiggestellt werden. "So etwas kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. Zusammenarbeit ist ein Erfolg. Ich bin deshalb froh und dankbar, dass wir dieses ehrgeizige Ziel erreicht haben", sagt Schnele.

Als eines der größten Baugebiete in der Region, das in den vergangenen Jahren erschlossen worden ist, wusste Simon Haag über den "Kalvarienberg". Die Baufirma Haag aus Neuler hat die Herausforderung angenommen und die Erschließungsarbeiten erledigt. Für die Bebauungspläne zeichnet das Büro HPC aus Harburg verantwortlich. Dort wurde der Weg für ein attraktives Wohnquartier geebnet. "Nun sind die Bürger gefragt, wie sie ihre Häuser und Gärten gestalten", so Planer Michael Jeltsch.

Info: Nur ein Bauplatz ist im Wohnbaugebiet "Kalvarienberg" noch frei. Die Bewerbungsfrist endet am 17. 9. 2020.

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