Bahnhofsareal soll neu gestaltet werden

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Mit vielen Mängeln und „nicht bedarfsgerecht“ wurde in der Sitzung des Gemeinderats das Bahnhofsareal umschrieben. Der Planentwurf sieht - unter anderem - den Ausbau der Bahnhofstraße und einen zweieinhalb Meter breiten Gehweg vor. Foto: we
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Planentwurf: Noch nicht in Stein gemeißelt, aber durchdacht und strukturiert.

Lauchheim. Die Neugestaltung der Bahnhofstraße samt Umfeld stand bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Lauchheim auf der Tagesordnung. „Ein spannendes Thema mit einer langen Vorgeschichte“, wie Bürgermeisterin Andrea Schnele dazu sagte.

Tatsächlich wurde bereits im Mai 2019 ein Bebauungsplanentwurf zu einem möglichen „Gewerbegebiet Bahnhof“ samt Überplanung der Bahnhofstraße ab der Abzweigung von der Landesstraße L 1076 vorgestellt.

Nicht mehr bedarfsgerecht

Ob es zu einem Gewerbegebiet kommen wird, steht bis heute noch nicht fest. Ein solches war auch nicht Bestandteil einer neuerlichen Planung durch das Ingenieurbüro Grimm. Vielmehr ging es um einen 240 Meter langen Straßenabschnitt und das Areal um das Bahnhofsgebäude. Mit vielen Mängeln und als „nicht mehr bedarfsgerecht“ beschrieb Claus-Peter Grimm den derzeitigen Zustand des Planungsgebiets.

Eine Neugestaltung sieht vor, die Bahnhofstraße auszubauen und einen durchgängigen zweieinhalb Meter breiten Gehweg herzustellen. Die nördlich angrenzenden Wohngebiete sollen in Richtung der Schelmengasse mit einer barrierefreien Fußgängerrampe angebunden werden. Eine Bushaltestelle als Busbucht, mehr Stellplätze, Fahrradboxen, E-Ladestationen, Überdachungen mit Photovoltaikelementen und intelligente Beleuchtungseinrichtungen – vieles geht aus der Entwurfsplanung des Ingenieurbüros hervor.

Kosten von rund 2,35 Millionen

Die Gesamtkosten der Maßnahme werden auf 2 350 000 Euro beziffert, bei erwarteten Zuwendungen in Höhe von 1 774 500 Euro. Als „durchdacht und strukturiert“ und als „gut in die Zeit passend“ werteten die Stadträtinnen und Stadträte den Planungsentwurf.

„Wir brauchen aber die Zusage der Bahn“, wie die Bürgermeisterin wusste, denn die geschotterte Parkfläche westlich des Bahnhofs müsse erst noch erworben werden.

Das Vorhaben soll nun noch konkretisiert werden. Im Falle einer Programmaufnahme für Rad- und Fußverkehr ist das Ziel, im Mai 2023 einen konkreten Förderantrag zu stellen.

⋌Doris Weber

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