Baugebiet Kalvarienberg soll erweitert werden

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Baugebiet Kalvarienberg: Weil sich die Grundbesitzer mit der Gemeinde nicht einigen konnten, findet eine Umlegung statt.
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Wie der Bedarf an Wohnbauflächen in Lauchheim gedeckt werden soll und was dem entgegensteht.

Lauchheim. Über 62 Bauplätze verfügt das Wohngebiet „Kalvarienberg“ in Lauchheim. Seit der Freigabe im Juni 2020 stehen die Baufahrzeuge Schlange und Kräne schießen in den Himmel.

Der Bedarf an Wohnbauflächen sei anhaltend hoch, so hieß es in der Sitzung des Gemeinderats vom Donnerstag. Und dass keine gemeindeeigenen Baugrundstücke mehr im Hauptort zur Verfügung stünden. Deshalb möchte die Stadt Lauchheim das bestehende Wohngebiet auch in östliche Richtung erweitern.

Rund vier Hektar umfasst das neue Plangebiet „Kalvarienberg II“. Zum Vergleich: Sechs Hektar beträgt die Gesamtfläche des aktuellen Wohnbaugebiets. Wie Bürgermeisterin Andrea Schnele erläuterte, handle es sich wieder um landwirtschaftlich genutzte Flächen, was ein Zielabweichungsverfahren und die Änderung des Flächennutzungsplans nach sich ziehe. Den nötigen Aufstellungsbeschluss zu einem Bebauungsplan fasste der Gemeinderat einstimmig und vergab diesen an das Büro Käser Ingenieure aus Fellbach.

Was das Vorhaben aber erschwert, war bereits Thema zweier nichtöffentlicher Sitzungen. „Da wir uns nicht mit allen Grundstücksbesitzern einig geworden sind, ist es notwendig, eine Umlegung anzuordnen“, so die Bürgermeisterin, weswegen nun ein Umlegungsausschuss gebildet und ein externes Büro beauftragt wurde. Das Verfahren per Beschluss einzuleiten, dafür stimmten die Gemeinderäte mehrheitlich.

Was die Umlegung ist

„Zur Erschließung oder Neugestaltung von Gebieten können bebaute und unbebaute Grundstücke durch Umlegung in der Weise neu geordnet werden, dass nach Lage, Form und Größe für die bauliche oder sonstige Nutzung zweckmäßig gestaltete Grundstücke entstehen“, heißt es dazu im Paragraf 45 des Baugesetzbuches. Doris Weber

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