Bürokratismus und Fachkräftemangel problematisch

+
Gastgeber Rainer Ziegelbaur erzählte beim Jahrestreffen des GHV-Lauchheim über sein Herzensthema: Erneuerbare Energien
  • schließen

Beim GHV Lauchheim wurden Herausforderungen und mögliche Netzwerke diskutiert.

Lauchheim Zahlreiche Gäste kamen zum Jahrestreffen des Gewerbe- und Handelsvereins Lauchheim. Das fand dieses Mal in den Räumlichkeiten des Handwerksbetriebs Ziegelbaur in der Industriestraße statt. Neben Unternehmen waren Vereinsvorsitzende, Gemeinderäte und die Stadtverwaltung geladen.

„Unser Jahrestreffen ist eine kleine noch junge Tradition. Hier möchten wir Erfahrungen austauschen oder über Trends sprechen“, sagte Klaus Ott als Vorsitzender des GHV. Von großen Herausforderungen der Zukunft sprach Bürgermeistern Andrea Schnele und benannte nicht zuletzt auch den Bürokratismus und Fachkräftemangel. „Lassen sie uns diese Herausforderungen gemeinsam angehen“, spornte sie an. „Wir werden das schon hinbekommen.“ 

Beim Gastgeber des Abends, der Firma Ziegelbaur Energie- und Gebäudetechnik, begann alles im Jahr 1952 mit einem Ein-Mann-Betrieb. Heute sind es 20 Beschäftigte und das Unternehmen kann auf eine nunmehr 70-jährige Erfahrung zurückblicken. Rainer Ziegelbaur, der ein Ingenieurstudium in der Versorgungs- und Umwelttechnik abgeschlossen hat, leitet nach seinem Vater Bernhard und Opa Stefan den Betrieb seit 2012 in dritter Generation. 

Ob Heizungsanlagen, Sanitärinstallationen, Rohrleitungsbau oder Solartechnik – eines ist dem jungen Unternehmer wichtig: „Ein Herzensthema von mir sind Erneuerbare Energien“. Dass sich die Stadt Lauchheim ehrgeizige Klimaziele gesteckt hat, findet Rainer Ziegelbaur gut. „Es ist ein harter Weg aber man muss ihn angehen.“ Er selbst prüft derzeit die Machbarkeit eines Wärmenetzes im Quartier Fischgarten/Erzgebirgstraße. „Von 100 angeschriebenen Haushalten haben wir 25 Rückmeldungen bekommen“, freut er sich. „Wenn unser Vorhaben zustande kommt, wollen wir ausschließlich mit regionalen Rohstoffen heizen.“ 

Um Klimaschutz und Nachhaltigkeit ging auch bei einem Vortrag der Kompetenzstelle Ressourceneffizienz Ostwürttemberg mit Mihaela Atanasova und Franziska Riek. Von einer Umstellung auf LED-Beleuchtung war dabei die Rede oder einer Nutzung der Abwärme von Server-Räumen. „Es lohnt sich wirtschaftlich aktiv zu werden“, so wie es hieß und „Gemeinsam sind wir stärker als Einzelkämpfer.“ Über ein „KEFF+“-Programm fänden Teilnehmer Unterstützung im Dschungel an Experten und bei der Knüpfung von Netzwerken. 

Zu einem regen Austausch und vielen Gesprächen kam es am Ende des Treffens, als der Gastgeber noch für Verköstigung und besondere Getränken sorgte. ⋌Doris Weber

Kapfenburgmesse 2023 in Westhausen

Der GHV-Vorsitzende Klaus Ott sprach über die Vorbereitungen auf die nächste Kapfenburgmesse. Sie findet vom 6. bis 7. Mai 2023 als Gemeinschaftsaktion mit dem HGV Westhausen und dem GHV Lauchheim rund um das Areal der Wöllersteinhalle und Propsteischule in Westhausen statt. „Die Einladungen an mögliche Aussteller sind raus“, so Ott. Beim nächsten treffen würden Arbeitskreise gebildet und die nötige Infrastruktur geplant.

Beim Jahrestreffen des GHV-Lauchheim v.re.: Bürgermeisterin Andrea Schnele, GHV-Vorsitzender Klaus Ott, Gastgeber Rainer Ziegelbaur sowie Mihaela Atanasova und Franziska Riek von der beratenden Kompetenzstelle

Zurück zur Übersicht: Lauchheim

Kommentare