Das Stiftungshaus als Treffpunkt

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Ein goldener Oktobertag mit Blasmusik der Lauchheimer Stadtmusikanten lockte viele Besucher zum Tag der offenen Tür in den Bärengarten.
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Großes Besucherinteresse herrschte am Sonntag beim „Treffpunkt Bären - Stiftungshaus für Vereine und Soziales“ in Lauchheim.

Lauchheim

Ein ganzes Jahr musste die Öffentlichkeit warten. Im Oktober 2020 wurde der „Treffpunkt Bären - Stiftungshaus für Vereine und Soziales“ in Lauchheim offiziell seiner Bestimmung übergeben. Statt einer großen Eröffnung gab es nur eine kleine Feier. Und kaum, dass die verschiedenen Gruppierungen eingezogen waren, drückte Corona den „Not-Aus-Knopf“. Umso mehr interessierten sich nun beim Tag der offenen Tür, was aus dem Traditionsgasthaus geworden ist.

Ob der verstorbene Bärenwirt Hermann Hackspacher jemals geglaubt hätte, dass einmal so viele Menschen in seinem früheren Zuhause und der Gastwirtschaft ein- und ausgehen würden? Es war sein letzter Wille, dass der Bären nebst umliegendem Areal für einen kommunalen, gemeinnützigen Zweck seiner Heimatstadt verwendet werden soll. Lauchheim hat die einmalige Chance ergriffen und etwas Besonderes daraus gemacht.

Für Bürgermeisterin Andrea Schnele ist der „Treffpunkt Bären“ zur Herzensangelegenheit geworden. „Es war eine große Herausforderung und ein enormer Kraftakt“, lässt sie am Nachmittag Revue passieren. „Heute ist der Bären ein zentraler Ort der Kommunikation und Vernetzung.“

Die Nutzer freuen sich. So wie der Sportverein Lauchheim, der nach dem Abriss der Alamannenhalle als Erstes die Umzugskartons für Vereinsheim und Geschäftsstelle im Bären auspacken durfte. Inzwischen herrscht in der Gaststube nach den Sportstunden wieder reger Betrieb und auch für die Allgemeinheit ist zweimal wöchentlich geöffnet.

Nicht mehr wiederzuerkennen sind die ehemaligen Fremdenzimmer und der zwischenzeitlich unterteilte Tanzsaal.

Es ist die Vielfalt an Gruppierungen, die den Bären nun ausmacht. Da ist die Frauengruppe des Kleintierzuchtvereins, die sich regelmäßig zum Handarbeiten trifft. Oder das Familienzentrum Kolibri, das immer donnerstags in ihren neuen Beratungsraum einlädt. Der Natur- und Waldkindergarten „7 Zwerge“ verfügt nun über ein Büro und falls draußen mal gar nichts mehr geht, einen Notfallraum.

Dafür kann sich die Initiative Integration über einen Raum für Aktivitäten freuen. Und auch für ein städtisches Büro des Hausmeisters ist gesorgt.

Im Obergeschoss hat die Jugend Einzug gehalten. „Einlass unter 18 Jahren“, könnte auf einem von zwei Türschildern geschrieben stehen, denn dieser Altersgruppe wollte die Bürgermeisterin insbesondere Platz im Bären zur Verfügung stellen.

„Hier befand sich mal mein Klassenzimmer“, weiß ein Besucher aus einer längst vergangenen Zeit, als die Grundschüler dort ein Übergangsquartier bezogen. Heute tummelt sich dort die gemischte Jugendgruppe um einen großen Billardtisch. Daneben ein Raum der Mädchengruppe, der trotz Tischkicker mehr auf Gemütlichkeit abzielt.

Am Tag der offenen Tür gab es ein tolles Miteinander. Alle haben sich in irgendeiner Form beteiligt - die Nutzer des „Treffpunkt Bären“ und auch die, die sonst finanziell durch die Hackspacher-Stiftung unterstützt werden. Ob bei der Vorstellung der Räume oder Bewirtung mit musikalischer Unterhaltung im Bärengarten. Der war mit seinen Kastanienbäumen bei spätsommerlichen Wetter am Sonntag beliebter Anziehungspunkt für alle, die mal wieder etwas für Leib und Seele tun wollten.

Großes Besucherinteresse beim Tag der offenen Bärens.
Kindergarten- und Schulkinder baten zum Mitsingen.

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