Deutschorden-Schule macht Tempo

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Lauchheim plant mit einem Verbindungsbau zwischen Gerlachschule (grün) und Deutschorden-Schule (blau) für eine Ganztagesbetreuung. Die bisherige Pausenhofüberdachung und die Treppenanlage sollen dafür weichen.
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Wie Lauchheim mit Hilfe eines Beschleunigungsprogramms dem Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 nachkommen möchte. 

Lauchheim 

Ein Beschleunigungsprogramm macht es möglich – der Ganztagesbereich an der Deutschorden-Schule (DOS) in Lauchheim wird ausgebaut. Drei Millionen Euro sind im Jahr 2022 dafür veranschlagt. 70 Prozent der Kosten werden über das Programm abgedeckt.

„Wir können starten und am besten gleich sofort los legen“, informierte Bürgermeisterin Andrea Schnele in der Sitzung des Gemeinderats vom Donnerstag nach intensivem Austausch mit dem Regierungspräsidium Stuttgart. „Wir stehen unter enormen Zeitdruck“, sagte Schnele, denn die Antragstellung für das Ganztages-Beschleunigungsprogramm ist mit einem sofortigen Planungs-, Vergabe- und Baurecht verknüpft.

Was genau geplant ist, erläuterte der Heubacher Architekt Matthias Schmid. Demnach werden das bisherige WC-Gebäude und die Pausenhofüberdachung abgerissen und durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt. „Der Campus bleibt aus allen Richtungen zugänglich“, so Schmid. „Im Erdgeschoss entsteht eine Mensa mit Ausgabeküche und 80 Sitzplätzen sowie in Verlängerung, im vorhandenen Abschnitt, ein neuer WC-Bereich.“ Darüber im Obergeschoss würden Lehrerzimmer und Sekretariatsbereich erweitert und anstelle eines Klassenzimmers gebe es künftig einen Konferenzraum. Ein gemeinsamer großer Windfang und neuer Treppenaufgang bildet schließlich die Verbindung der beiden Gebäude von Real- und Grundschule.

Wie die Wärmeversorgung geregelt werden kann

Über Möglichkeiten der Strom- und Wärmeversorgung berichtete Claus Dvoracek. „Der jährliche Stromverbrauch in der gesamten Deutschorden-Schule liegt bei 71 900 Kilowattstunden (kWh)“, so der Fachplaner. Das vorhandene Blockheizkraftwerk (BKHW)  liefere rund 14 400 kWh Strom und 46 000 kWh Wärme. Eine mögliche Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 30 kWp brächte einen rechnerischen Strom-Ertrag von 27 000 Kilowattstunden.

„In Bezug auf die Öko-Bilanz erzeugt die Schule derzeit 40 000 Kilogramm CO2“, wie  Dvoracek ausführte. PV-Anlagen stünden im Vergleich zu einem BKHW hierbei besser da, weshalb er bei der Erweiterung der Deutschorden-Schule auch Photovoltaik als das Sinnvollste erachte.

Unterschiedliche Leistungen mit den zu erwartenden Kosten gingen aus einer Aufstellung des Elektroplaners Alfred Fetzer hervor. „Uns ist es wichtig, sie frühzeitig bei den Überlegungen mitzunehmen“, sagte die Bürgermeisterin in Richtung der Gemeinderäte.

Unterschiedliche Optionen, klarer Entscheid

Die fassten den Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Ganztagesbetreuung an der DOS und stimmten den Planungen und dem nötigen Baugesuch zu. Als PV-Anlage sprachen sie sich zunächst für eine Leistung von 29,9 kWp aus mit der Möglichkeit auf Erweiterung. 

Wir können starten und am besten gleich sofort loslegen.“

Andrea Schnele, Bürgermeisterin Lauchheim
  • Wie es an der DOS nun weiter geht
  • Die Planung der nächsten Schritte erläuterte Architekt Schmid. 
  • „Im März/April 2022 erfolgt die Aufstellung des Leistungsverzeichnisses mit Ausschreibung der Gewerke. In der Sitzung des Gemeinderats am 28. April folgen die Vergaben der Gewerke, während der Pfingstferien dann der Abbruch des WC-Gebäudes und der Überdachung.
  • In den Sommerferien könnte dann anschließend die Treppenanlage abgebrochen und schließlich mit den Rohbauarbeiten des neuen Gebäudeteils begonnen werden.“

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