Die letzte Hürde in Röttingen ist geschafft

+
In Vordergrund mit Blick Richtung Schloss Baldern entsteht in Röttingen das neue Wohnbaugebiet "Sallenfeld III"
  • schließen

Neues Brutrevier für Feldlerche: „Sallenfeld III“ gilt jetzt als beschlossen.

Lauchheim  „Keine CEF-Maßnahme – kein Baugebiet“, sagte Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele noch in der letzten Jahres-Sitzung des Gemeinderats im Dezember. „Der Artenschutz zählt relativ hoch.“ Gemeint war eine Forderung des Landratsamts, Geschäftsbereich Landwirtschaft, der für das in Röttingen geplante Wohnbaugebiet „Salllenfeld III“ eine artenschutzrechtliche Ausgleichsfläche festgelegt wissen wollte. Es geht um ein Brutrevier der Feldlerche, weswegen rund 1000 Quadratmeter Ackerfläche in eine Buntbrache-Fläche umgewandelt werden soll.

Die wurde inzwischen gefunden, wie Hauptamtsleiterin Monika Rettenmeier nach neuerlicher Auslegung des Bebauungsplans die Stellungnahmen zusammenfasste. „Das Flurstück liegt rund 975 Meter nordöstlich der Vorhabensfläche und wird vom Landratsamt anerkannt.“

Auch sonst spreche nach Abwägung vorliegender Belange nichts gegen den Bebauungsplan in der neuesten Fassung des Ingenieurbüros Kolb, der Gemeinderats stimmte der Satzung geschlossen zu.

Röttingens Ortsvorsteher Gunther Ziegelbauer zeigte sich erleichtert. „Vor gut drei Jahren fanden die ersten Gespräche mit den betreffenden Grundstückseigentümern statt. Wir hatten alle am Tisch gehabt und es verlief völlig unproblematisch“, so sein Resümee. „Nun haben wir auch noch jemanden für die Brachfläche gefunden. Die letzte Hürde ist geschafft. Danke an alle.“

Wie Bürgermeisterin Schnele sagte, soll noch im Mai die Vergabe der Erschließungsarbeiten folgen. Die ersten Bauplätze könnten demnach im Frühjahr 2023 an die künftigen Häuslebauer verkauft werden. 

Bauplätze liegen zwischen 630 und 650 Quadratmetern

Inzwischen wurde bei der Stadtverwaltung nochmals nachgerechnet. „Der kleinste Bauplatz liegt bei 609 Quadratmetern und der größte bei 868 Quadratmetern“, korrigierte sich Rettenmeier bereits in der letzten Sitzung. „Der Großteil der Bauplätze liegt zwischen 630 und 650 Quadratmetern“, stellte sie klar. Weil sie einen privaten Grünstreifen aus dem Bebauungsplan in ihren Berechnungen nicht berücksichtigte, hatte sie die durchschnittliche Bauplatzgröße zuvor noch deutlich kleiner benannt. „Nicht, dass in der Öffentlichkeit ein falscher Eindruck entsteht.“ ⋌Doris Weber

Zurück zur Übersicht: Lauchheim

Mehr zum Thema

Kommentare