DRK-Seniorenzentrum in Lauchheim eingeweiht

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Landrat Dr. Joachim Bläse versucht sich im Garten des neuen DRK-Seniorenzentrums an den Bewegungsgeräten
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Ein neues Zuhause zum Wohlfühlen: Wie es mit der Einweihung zu einer Punktlandung kam und wo sich in dem Gebäude noch ein Stück alte Geschichte versteckt hält.

Lauchheim

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Richtfest nun die Einweihung: Am Samstag wurde in Lauchheim die Fertigstellung des DRK-Seniorenzentrums gefeiert. „Ganz so wie ausgemacht“, wie der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Aalen, Dr. Eberhard Schwerdtner bei seiner Begrüßung sagt. „Es war ein langer Weg, vom alten Krankenhaus, an dem noch viele Lauchheimer hängen. Und dem Abriss, der für die Vertreter der Stadt kein leichter war“, so Schwerdtner. Bürgermeisterin Andrea Schnele zeigt sich beeindruckt von der Punktlandung. „Sie haben Wort gehalten.“

Das Zentrum: Entstanden ist ein neues DRK-Seniorenzentrum mit 60 stationären Pflege-Einzelzimmern und elf seniorengerechten Wohnungen. Schnele beschreibt es als Ort der Begegnung von Generationen und neues Zuhause für die Bewohner. Zur Bewältigung des demografischen Wandels bauche es große Anstrengungen und neue Ideen. „Das DRK-Seniorenzentrum ist ein absoluter Mehrwert und ein Gewinn für Lauchheim“, so Schnele, die sich auch über die 70 Arbeitsplätze in Pflege und Hauswirtschaft freut.

„Das Haus ist ein Juwel geworden“, findet Landrat Dr. Joachim Bläse. Die Pflege benennt er als Gemeinschaftsaufgabe. „Wir brauchen Leuchttürme wie den DRK-Kreisverband und mutige Städte wie Lauchheim.“ Bläse weiß aber auch: „Wir müssen aufpassen, dass wir die Demografie nicht verschlafen.“ Dem pflichten auch Markus Kaufmann vom DRK-Landesverband und Landtagsabgeordneter Winfried Mack bei.

Die Essinger Wohnbau GmbH hat im Auftrag des DRK das Gebäude schlüsselfertig geplant und erstellt. Lars Fischer beschreibt, wie aus einem alten Krankenhaus im Jugendstilbau ein modernes attraktives Seniorenzentrum wurde: „20 000 Kubikmeter umbauter Raum, alles aus einer Hand und mit 90 Prozent Handwerkerkern aus der Region.“ Ein bisschen alte Geschichte bleibt. „Altar, Ambo und Tabernakel wurden aus der ehemaligen Kapelle in das neue Gebäude eingebaut.“

Übergangsdomizil: DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner weiß, wie das DRK-Seniorenzentrum in Lauchheim schon bald mit Leben gefüllt sein wird. „Unser Heim in Bopfingen muss erneuert werden. Deshalb kommen Leitung, Personal und Bewohner komplett nach Lauchheim“, beschreibt er den Umzug als einen gelungenen Schachzug. Den Bewohnern gibt die Heimleiterin Jessica Hügler ein Versprechen: „Wir werden Ihnen ein neues Zuhause geben, in dem Sie sich wohl fühlen.“ Gleich zwei Bibelstellen zitiert Pfarrer Matthias Reiner bei der Segnung des neuen DRK-Seniorenzentrums. „Einer trage des anderen Last“ und „Die auf den Herrn vertrauen bekommen Flügel wie Adler.“ Dazu deutet er das rote Kreuz des DRK als großes Plus-Zeichen.

Viele aus der Bevölkerung kommen am Nachmittag zum Tag der offenen Tür. Zum geselligen Teil trägt die Stadtkapelle Lauchheim bei, es gibt Kaffee und Kuchen. Großes Interesse besteht an den seniorengerechten Wohnungen im obersten Stock, mit einer Wohnfläche von 38 bis 68 Quadratmetern. Sie sind barrierefrei und können gemietet werden.

Der DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner freut sich mit der Heimleitung Jessica Hügler und Pflegedienstleitung Kathrin Hieber über die Fertigstellung des neuen DRK-Seniorenzentrums in Lauchheim
v.l.: Jürgen Kölbl (Bauleiter), Lars Fischer (Geschäftsführer Essinger Wohnbau), Matthias Wagner (DRK-Kreisgeschäftsführer), Horst Enßlin (Geschäftsführer Essinger Wohnbau) und Dr. Eberhard Schwerdtner (1. Vorsitzender DRK-Kreisverband Aalen) bei der Sch
Am Nachmittag umrahmte der Musikverein Stadtkapelle Lauchheim die Feierlichkeiten im Garten
Bei einem Rundgang bestaunen die Gäste Altar, Ambo und Tabernakel aus der ehemaligen Kapelle

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