Drohnen schützen Rehe

+
Bernd Schönherr (links) führt die Drohne vor. Rechts vorne: Vorsitzender Andreas Thurner.

Warum die Jagdgenossenschaft Lauchheim 6500 Euro in eine Drohne investiert.

Lauchheim. Technik für den Tierschutz: Die Jagdgenossenschaft Lauchheim hat 6500 Euro in eine Drohne investiert und die Bürgerschaft zu deren Jungfernflug auf dem Stettberg eingeladen. Diese Gelegenheit hat Vorsitzender Andreas Thurner genutzt, um die Jagdgenossenschaft vorzustellen, um was sie sich in Lauchheim kümmert und dabei gesagt, dass das weit mehr ist, als die Flur an Jäger zu verpachten.

Seit 20 Jahren ist Andreas Thurner Vorsitzender der Jagdgenossenschaft und ist Kooperationen mit der Stadtverwaltung eingegangen, wozu auch für Pflege von Hecken und Gräben zählen. Dankbar dafür ist die Stadtverwaltung, die mit dem Stettener Landwirt und Gemeinderat einen Ansprechpartner hat. Das war auch ein guter Grund, für Bürgermeisterin Andrea Schnele den Drohnen- Jungfernflug mitzuerleben. Über 800 Hektar an Feldern und Wiesen umfasse die Lauchheimer Flur und deren Eigentümer stelle die Jagdgenossenschaft dar, erläuterte Thurner. Und man stünde im sehr guten Einvernehmen mit den Jagdpächtern, derzeit neun Jägerinnen und Jäger, die geprägt seien von ehrenhafter Waidmannsart. Beispiel dafür sei ein Abschreiten von Wiesen an frühen Sommermorgen, um Rehkitze „vor der Mähmaschine zu retten.“

Eine große Erleichterung für diese Hege versprechen sich die Waidmänner und -frauen fortan mit der neuen Drohne. Mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ortet sie ein in der Wiese abgesetztes Rehkitz, das dann fachgerecht in Obhut genommen, der Mutter zugeführt werde. Wie das geht, führte Bernd Schönherr vor. Die ausgelegten Tierpräparate, deren Körperwärme mit einer Wärmflasche simuliert werden, erkannte die Drohne.

Damit sich diese neue Ortung bewähre, brauche man auch ein Team, das mit Drohne und Monitor umgehen könne und einen „Drohnenführerschein“ besitze, sagte Thurner und stellte das Team vor. Ihm gehören an: Andreas Thurner jun, Daniel Schneider, Tom von Wrangel, Daniel Maile, Bernd Schönherr, Anne Waizmann, Hubert Stenzenberger, Bruno Hauber und Benedikt Waizmann. Mit einbezogen in die Drohnenvorstellung war auch der Schwäbische Albverein, in dessen nahe gelegenem Domizil der Wildschützhütte zum ersten Mal seit zwei Jahren Coronasperre wieder geöffnet hatte. Hier gab es auch ein pädagogisches Kinderprogramm zum Kennenlernen von Wildtieren und eine Bewirtung der Gäste. Franz Mayer

Zurück zur Übersicht: Lauchheim

Mehr zum Thema

Kommentare