Franziska und Karl Maier sind ein eisernes Paar

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Franziska und Karl Maier feiern Eiserne Hochzeit

Auf 65 gemeinsame Ehejahre blicken die Lauchheimer mit vielen Rosen.

Lauchheim. Am Dienstag, 17. August, feiern Franziska und Karl Maier ihre eiserne Hochzeit. Jedes der 65 gemeinsam und glücklich verbrachten Jahre haben sie mit einer Rose bedacht und diesen Strauß der Gottesmutter bei der Lourdesgrotte am Jagstknie gewidmet.

Dieser Platz, auf halber Strecke des Kreuzwegs zur Kalvarienbergkapelle, ist den beiden Eheleuten ein Gnadenort. Seit 30 Jahren sorgt Karl Maier dafür, dass dort ein „ewiges Licht“ brennt. Hierzu gießt er meterhohe Kerzen aus Wachsresten und Kerzenstummeln, die ihm Menschen aus der Stadt bringen.

„Damit ist es aber längst nicht getan“, weiß der gelernte Schreiner und Tüftler von diesem Handwerk zu berichten, denn der Jahreszeit entsprechen, benötigten Kerzen die im Freien brennen, verschiedene Dochte. Dazu will Kerzenlicht gepflegt sein, und auch deswegen kann man das Paar schon in aller „Herrgottsfrühe“ an der Grotte antreffen, täglich, bei jeder Witterung und zu jeder Jahreszeit.

Das Leben im Lauchheim der Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts gewinnt Gestalt, wenn „Fanny und Karl“ erzählen wie sie sich kennengelernt und das Elternhaus des Bräutigams in der Höllgasse zu ihrem Zuhause ausgebaut haben. Dazu verrät die Jubelbraut: „Ich habe einen echten „Vereinsmaier“ im guten Sinn des Wortes geheiratet, denn Karl war bei unserer Hochzeit schon Mitglied in sechs Lauchheimer Vereinen.“

Und es sollten noch mehr werden. Ein Jahr nach der Eheschließung wurde die Stadtkapelle als Verein gegründet und Karl Maier ein Gründungsmitglied. Sein Vereinsleben widerspiegelt sich in einer Sammlung von Ehrenzeichen und Urkunden zu Ehrenmitgliedschaften.

„In meinem Elternhaus in Hülen haben wir den ganzen Sommer aus dem Garten gelebt“, erzählt Franziska Maier, geborene Baur, und fügt hinzu „in der Höllgasse gab es aber keinen.“

Das sollte sich schnell ändern und steigern, denn mittlerweile pflegen die beiden immer noch mehrere Gärten.

Erst kürzlich wurde Karl Maier für 60-jährige Mitgliedschaft beim Obst- und Gartenbauverein geehrt, dem er viele Jahre vorstand und ständig in Funktionsämtern förderte.

Die Bürgerwehr schätzte Karl Maier als unermüdlichen Helfer, wo auch immer Not am Manne war und er zählt auch zu den Initiatoren zur Gründung des Kleintierzuchtvereins vor 60 Jahren.

Das Goldene Hochzeitsjubiläum haben die beiden vor 15 Jahren an der Grotte gefeiert. Doch dieses Mal bleiben sie im Familienkreis. Und hier haben sie mit Sohn Wolfgang, bekannt als „Wolle“, einen Experten für Feiern und Feste (W.P.S. Wolle‘s Partyservice) und mit dessen Familie gratulieren den Großeltern auch ihre Enkel Kim und Christina. Franz Mayer

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