Gibt's noch Stadtradelbäume?

+
Bei der letzten Baumpflanzaktion nach dem Stadtradeln 2021 konnte sich die UBL noch freuen (Foto). Das neuerliche Vorhaben kommt nun ins Stocken. Archivfoto: We
  • schließen

Warum die Baumpflanzaktion stockt, was kritisiert und in Frage gestellt wird.

Lauchheim. Etwas ins Stocken kam in der Sitzung des Lauchheimer Gemeinderats die Baumpflanzaktion nach dem Stadtradeln 2022.

Die Unabhängige Bürgerliste Lauchheim hatte einen entsprechenden Antrag gestellt gehabt und der Gemeinderat zugestimmt. Demnach will die Stadt für fleißige Teilnahme der Lauchheimer am Stadtradeln pro 10 000 geradelten Kilometern einen Baum pflanzen. In diesem Jahr wären dies sechs neue Bäume, da bei der Klimaschutzaktion in Lauchheim 67 187 Kilometer zusammengekommen waren.

Nicht nur einige der nun vorgeschlagenen Standorte für die sechs Bäume erachtete Stadtrat Andreas Thurner (FWV) als ungeeignet. „Von den zuletzt gepflanzten Bäumen sind bereits zwei eingegangen“, weiß er. „Wenn die UBL die Bäume haben will, warum gießen sie die dann nicht?“ Streuobstwiesen herunterschrauben will auch Rüdiger Backes (FWV): „Ich bin kein Freund davon, dass wir das so weiterbetreiben.“ Renate Sterz (FWV) meinte, das mache nur Arbeit: „Ich frage mich: Wird das Obst verwendet oder liegt es nur rum und vergammelt?“

Entsprechenden Unmut zeigte darauf der Fraktionssprecher der UBL, Wolfgang Dambacher: „Es sind keine Bäume der UBL, sondern gründen aus einem demokratischen Beschluss des Gemeinderats. Wir dürfen die Natur nicht kaputtmachen. Das bewegt auch unsere Bürger.“

Bürgermeisterin Andrea Schnele befand die Baumpflanzaktion für eine gute Idee. Trotzdem müsse man schauen, wer die Pflege übernehme. Deses Jahr würden keine Bäume mehr gepflanzt. Man wolle nun Vorschläge sammeln und dann nochmals besprechen.⋌Doris Weber

Zurück zur Übersicht: Lauchheim

Kommentare