Grüner geht’s nicht mehr

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Bis die frisch gepflanzten Douglasien zu stattlichen Stämmen geworden sind und geerntet werden können, kann der jetzt fünfjährige Hannes aus Röttingen - links sein Opa Eberhard Weber, rechts CDU-Ortsverbandsvorsitzender Peter Thomas Preissler - wahrscheinlich schon an seinen Ruhestand denken.

CDU-Ortsverband pflanzt 200 Douglasien im Lauchheimer Stadtwald.

Lauchheim. Als Beitrag zur Nachhaltigkeit im eigentlichen Wortsinn haben Mitglieder der CDU im Stadtwald 200 Douglasien gepflanzt.

Schon zwei Jahre ist es her, seit CDU-Ortsverbandsvorsitzender Peter Thomas Preissler zu einer Stadtwaldbegehung mit Revierförster Peter Müller eingeladen hatte. Bei diesem „Waldlehrgang“ wurden Teilnehmer motiviert, Nachhaltigkeit am Wald bewusst zu machen. Doch die Coronapandemie verzögerte die Aktion.

Jetzt aber bot sich eine Gelegenheit, nachdem im vergangenen Winter im Distrikt Torland auf der Gemarkung Hülen für einen hundertjährigen Fichtenbestand die Zeit der Ernte gekommen war. Rund um die Baumstümpfe der „gefällten Riesen“ wurden am vergangenen Samstag 200 Douglasien gepflanzt.

Dass sich am Sonntag erwarteter Regen ergoss, begünstigte die Pflanzaktion. Sie geschah unter fachgerechter Anleitung und Mitwirkung von Forstwirt Eberhard Weber aus Röttingen und Revierförster Peter Müller.

Müller erklärte, dass die Fichte über Jahrhunderte „Brotbaum“ der Waldbesitzer gewesen war, was sich jedoch, auch bedingt durch den Klimawandel, verändert habe. In Röttingen habe man das schon vor 50 Jahren bedacht, ergänze Eberhard Weber mit Blick auf einen dortigen schlagreifen Bestand.

Anpassungsfähige Douglasie

Die Douglasie, so wieder Förster Müller, sei anpassungsfähig und komme mit Dürrephasen zurecht. Sein orange-rötliches Holz werde für Möbel und Parkettböden verwendet und könne möglicherweise das Bauholz der Zukunft sein. Douglasien stammen aus Nordamerika, wo sie bis zu 100 Metern hoch werden.

Auch Bürgermeisterin Andrea Schnele kam zur Pflanzaktion und lobte die überparteiliche Initiative, die den Wald als „kostbaren Schatz für den Rohstoff Holz und dessen Speicherung von CO2“ wertschätzt.

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