Historischer Spatenstich für St. Petrus und Paulus

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Der Spatenstich ist erfolgt. Architekten, Baufirmen und Vertreter der Kirche freuen sich mit Pfarrer Dr. Pius Adiele (Bildmitte) über den offiziellen Baubeginn für ein großes Vorhaben der katholischen Kirche.
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Für 3,5 Millionen sollen bei der katholischen Kirchengemeinde Lauchheim Pfarrscheuer und Altes Pfarrhaus richtungsweisend zusammengeführt werden.

Lauchheim. Mit einem ersten Spatenstich haben die Arbeiten auf der Baustelle neben der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Lauchheim begonnen. „Es ist ein historischer Spatenstich – heute am Tag unseres Kirchenpatroziniums“, freute sich Pfarrer Dr. Pius Adiele. Es durfte also zweimal gefeiert werden. Am Nachmittag mit Architekten, Baufirmen und Vertretern der Kirche. Und am Abend mit einem Gottesdienst, dem Kirchenchor und einer Hocketse im Freien. Lange hat die katholische Kirchengemeinde auf diesen Baubeginn warten müssen und schon lange wurden für dieses große Vorhaben Spenden gesammelt.

„Das Genehmigungsverfahren zum Ausbau der historischen Pfarrscheuer zum Gemeindehaus und zur Sanierung mit Neuorganisation der Nutzungseinheiten des historischen Pfarrhauses ist abgeschlossen“, so wie es heißt. In Sandstein gemeißelt stehen über den Eingängen der beiden Gebäude die Jahreszahlen 1727 und 1728. Dass das Denkmalamt einige Wörtchen mit zu reden hatte, versteht sich demnach von selbst und auch aus Rottenburg brauchte es ein Einverständnis.

Inzwischen ist alles leergeräumt. „Wir sind so weit. Man kann beginnen“, sagte Katharina Michailis, die gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats, zum offiziellen Startschuss.

Was genau geplant ist, erklärte sie so: „Die Pfarrscheuer erhält einen Anbau und wird zum Gemeindehaus.“ Neben einem Gemeindesaal für Veranstaltungen gebe es eine Küche, Platz für Besprechungen und die Bücherei. Auch die Jugend bekomme einen Raum. Alles wird barrierefrei und über einen Aufzug erschlossen.

Das bisherige Alte Pfarrhaus möchte man sanieren und wo möglich umgestalten. Büros und Besprechungsräume sind geplant sowie eine Pfarrerswohnung im Obergeschoß. „Das Gebäude soll im Wesentlichen erhalten bleiben wie es ist“, so Michailis, die über einen Architekten-Wettbewerb wusste, wonach im Frühjahr 2020 das Büro Hänle & Philipp aus Stuttgart den Zuschlag für die weitere Planung bekommen habe.

Vieles wurde inzwischen überarbeitet. „Nicht wegen des Konzepts, sondern aufgrund der Kosten“, wie Architekt Guido Hänle sagte. „Schon damals war das gewünschte Material kaum bezahlbar. Heute erst recht.“ Hänle ist froh, viele ortsansässige Firmen für den Bau gefunden zu haben. So wie die Baufirma Müller aus Westhausen, die zur Stabilisierung den westlichen Giebel der Pfarrscheuer bereits unterfangen hat. „Ein gutes Gelingen“ wünscht Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele.

„3,5 Millionen Euro sind für das Bauprojekt veranschlagt“, informierte Pfarrer Dr. Adiele. Im April 2023 wolle man fertig sein. Das bisherige „Neue“ Pfarrhaus unterhalb der Kirche soll dann veräußert werden. „Es dient mit zur Finanzierung“, wie Markus Januschko vom katholischen Verwaltungszentrum Ellwangen im Gespräch mit unserer Zeitung wusste. Dazu darf weiter gespendet werden, wie Adiele noch eine Bitte an die Gemeindemitglieder richtete.

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