Im Brunnen vor dem Tore blüht es

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Im Brunnen blühen „Hot miliies“. Von links Bürgermeisterin Andrea Schnele, Simone Zeller, rechts Christina Olbort und links neben ihr Uwe Gebler.

„Hot milii“ - eine robuste Alleskönnerin im Klimawandel liebt Sonne und Hitze und braucht kaum Wasser.

Lauchheim. Als erste Stadt im Ostalbkreis hat Lauchheim zwei Pflanzbeete mit nachhaltigen Alleskönnerinnen unter den blühenden Pflanzen. „Euphorbia Milii“ ist ihr botanischer Name, „Hot milii“ wird sie genannt. Auch deshalb, weil sie hitzeunempfindlich ist.

Jeweils 200 Pflanzen zieren die Beete. Eines im Roten Feld, das andere ist der Trog des „Brunnens vor dem Tore.“ Schon seit Jahren ist der zum Stadtjubiläum 1998 errichtete Brunnen versiegt. Überdimensional in seinen Proportionen wurde der Trog schon damals empfunden. Seit er „trockensteht“ warfen manche Müll „in die leere Kiste.“ Doch damit ist Schluss, denn der Brunnentrog ist wieder gefüllt. Unten mit Schotter und darüber mit einem torffreien Pflanzsubstrat. So entstand ein Hochbeet für 200 blühende „Hot miliies“.

Die Idee hierzu hatte Uwe Gebler, Lauchheimer Handelsvertreter für Pflanzen und Gärtnerbedarf. Bei der Stadtverwaltung mit Bürgermeisterin Andrea Schnele rannte er offene Türen ein. Zumal für die Stadt keine Kosten entstanden, denn die von Gebler vertretenen Firmen finanzierten hier ein Pilotprojekt. Sie sehen „Hot milii“ als einen Beitrag, dem Klimawandel zu begegnen. Blühende Pflanzen, die man vier Wochen nicht gießen muss. Bienen und Wildinsekten freuen sich über die Blütenpracht - und auch die vielbeschäftigten städtischen Pflanzenfrauen. „Eine anspruchslose Grabbepflanzung“, sagt Pflanzfrau Simone Zeller und ihre Kollegin Christina Olbort meint, „wenn es so was gibt, sollten Schotterflächen vor der Haustür verschwinden“. Franz Mayer

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