Je 2215 Euro für Deutschordenschule und Bären-Erhalt

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Der neue Kultklub hat beim Public Viewing im Bärenareal 4300 Euro erwirtschaftet.

Neuer "Kultklub" bringt 1000 ehrenamtliche Stunden auf für Aktionen in Lauchheim.

Lauchheim. Einen Beitrag zur Wiederbelebung des seit drei Jahren leeren Gasthauses zum Bären, das die Stadtverwaltung einem gemeinnützigen Zweck zuführen soll, ist gemacht: 4300 Euro haben 30 Personen aus 14 Familien bei der Übertragung der Fußball-WM dort erwirtschaftet und Bürgermeisterin Andrea Schnele übergeben.

Bei der Scheckübergabe im Bären-Garten gaben die neuen "Bärenmacher" Einblicke in ihre Ideen, mit denen sie einen ersten Schritt für eine "Bären-Bürgerinitiative" getan haben wollen. Dies geschah schon im Vorfeld des "Public Viewing 2018", als sich der neue "Kultklub", 14 junge Familien, die seit vielen Jahre vieles miteinander gestalten, gegründet hat.

Vielen Lauchheimern, die zum Public Viewing kamen, waren die Akteure an Schanktischen und Küchenzeile wohlbekannt. Sie zählen zur "tragenden Vierzigergeneration" mit Handwerkern, Unternehmern und anderen, denen es nicht egal ist, was in ihrer Stadt passiert. Für den "Bären" wollen sie Sorge tragen, dass dieser nicht in falsche Hände gelangt. Das könnte geschehen, wenn die Stadtverwaltung bis in zwei Jahren ihre "Bären-Hausaufgabe" nicht erledigt. Dann nämlich könnte der "Bären" auf dem freien Markt unter Umständen "für ein Butterbrot" erworben werden.

Wiederholt hat sich der Gemeinderat mit dem Bären-Erbe befasst und in zwei Jahren ist die Fünfjahresfrist des Vermächtnisses, "den Bären einem gemeinnützigen Zweck zuzuführen" abgelaufen.

Bürgermeisterin Andrea Schnele sagte, als sie die zwei Scheckformulare mit je 2215 Euro – eines für die Deutschordenschule und das andere für den Erhalt des Bärens – in Empfang nahm, dass nach der Sommerpause im Gemeinderat eine Entscheidung getroffen werde. Sie ist überzeugt, dass "der Kultklub Beispiel für die Wiederbelebung des Bärens gegeben hat".

Traditionsbewussten Lauchheimern ist der Bären-Garten ein Begriff und würde an heißen Tagen manchen zum Dämmerschoppen unter schattigen Kastanienbäumen locken. Das war auch die Idee des Kultklubs als man begann, im ehemaligen Kuhstall des landwirtschaftlichen Teils eine Pallettentribüne zu erstellen, dazu in der Scheune einen Ausschank mit Küchenzeile und sanitäre Vorkehrungen. Das soll nicht gleich wieder abgebaut werden. Man denkt noch an weitere Events.

Franz Mayer

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