Kapfenburgmesse erst wieder im Jahr 2023

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Zuletzt fand die Kapfenburgmesse im Jahr 2017 in Lauchheim statt. Als nächster Termin wurde der 25. / 26. März genannt. Der Austragungsort wird noch bekannt gegeben.
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Von einer erneut verschobenen Leistungsschau und was die Mitglieder bewegt.

Lauchheim. Die Entscheidung ist gefallen: Die Kapfenburgmesse als eine der größten Leistungsschauen in der gesamten Region wird auf das Jahr 2023 verschoben.

Dies teilte der Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins Lauchheim, Klaus Ott in der Jahreshauptversammlung vom Dienstag mit. Eigentlich hätte die Messe zusammen mit dem Handels- und Gewerbeverein Westhausen bereits im Mai 2020 stattfinden sollen. Dann kam Corona und die Planungen wurden in die Schublade gesteckt. Dort sollten sie ursprünglich zwei Jahre ruhen. Neuer Termin ist nun der 25. und 26. März 2023.

Den genauen Messeort, ob in Lauchheim oder Westhausen, wollen die beiden Vereine erst noch festlegen.

Die Jahreshauptversammlung des GHV-Lauchheim fand im Gasthaus Roter Ochsen statt. „Seit dem letzten gemeinsamen Treffen am 12. März 2020 ist es heute der wohl erste Abend im gastronomischen Umfeld“ wie Ott feststellte.

Vorausgegangen war ein Vortrag von Irena Bair zu ihrer Bachelorarbeit „Attraktivität der Innenstädte – das Ladensterben in BW, deren Ursachen und Auswirkungen“. Die vier Zentimeter dicken und auf 20 Minuten zusammengefassten erforschten Inhalte trafen den Nerv der anwesenden Gewerbetreibenden. Gibt es doch auch in Lauchheim Leerstände, die viele bedauern und die Attraktivität der Innenstadt schmälern.

„Das Bewusstsein auf der Konsumentenseite ist im Keller“, so der 2. Vorsitzende Stefan Beck in Bezug auf fehlendes Treueverhalten. „Jeder ist für den Zustand in seinem Ort persönlich mit verantwortlich.“ Damit meinte Beck gleichfalls auch die Besitzer von Ladenflächen, die sich oftmals zu wenig bemühten, und weswegen die Stadtverwaltung versuchen müsse, mitzuwirken.

Vom Problem „Online-Handel“ war von manchen zu hören und dass alles nur einen Klick entfernt sei. Und, dass ein City-Manager sein Geld wert sein könnte und man versuchen sollte, das Blatt zu wenden.

Schaufenster durch Kunstausstellungen zu beleben oder Leerstände zu überbrücken, indem man sie für wenige Stunden und wenig Geld an kleinere Gewerbetreibende vermieten könne, waren nur einige der Vorschläge.

„Wir befinden uns in einer Zeit, wo umgedacht werden muss und Kreativität gefragt ist“, so Ott, der das Thema mit in die nächsten Ausschusssitzungen nehmen möchte.

Dann stellte Ott die wenigen, dafür aber umso herausragenderen Ereignisse des letzten Jahres vor. So wie die Nikolausaktion für Kinder oder „Ein Licht geht durch Lauchheim“ für Senioren. „Beides waren eine Bereicherung für alle.“

Nachdem Bürgermeisterin Andrea Schnele in Funktion als Kassiererin des GHV über den Kassenstand berichtete und ihr eine ordentliche Kassenführung bescheinigt wurde, konnte der Vorstand entlastet werden.

Die anschließenden Wahlen leitete die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Bernreiter. Es gingen keine anderen Vorschläge und alle zu Wählenden signalisierten ihre weitere Bereitschaft. So war es ein Leichtes, Klaus Ott als Vorsitzenden, Andrea Schnele als Kassiererin und Heide Steiner als Schriftführerin des Vereins wiederzuwählen.

Weil wie andernorts auch, die Mitgliedsbeiträge für das Jahr 2020 bisher nicht eingezogen wurden, brauchte es noch eine Abstimmung. Das Votum fiel eindeutig, die Beiträge für 2020 zu erlassen und erst wieder am 1. August für das Jahr 2021 einzuziehen.

Als Vorhaben wurden schließlich noch die Neukonzeption einer Bildungspartnerschaft mit der Deutsch-Orden-Schule, ein Ausflug sowie ein Neujahrsempfang bei der Firma Ziegelbauer genannt.Doris Weber

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