8,3 Millionen Euro für die Zukunft

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Für den Ausbau der Ganztagesbetreuung an der Deutschorden-Schule hofft Lauchheim noch auf eine Förderzusage aus einem Beschleunigungsprogramm Fotos: we
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Die Investitionstätigkeit der Stadt Lauchheim wird weitergeführt. Was im Jahr 2023 alles geplant ist und wo es Fördermöglichkeiten gibt.  

Lauchheim

Das Ende einer kurzen Haushaltsrede läutete den Beginn eines großen Investitionsprogramms ein. „Mit der Verabschiedung des Haushaltsplans 2023 stellen sie, liebe Mitglieder des Gemeinderates die entscheidenden Weichen“, sagte Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele in der ersten Jahressitzung. Um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, brauche es zukunftsweisende Projekte. So wie eine beschleunigte Digitalisierung, den Ausbau erneuerbarer Energien, innovative Mobilitäts- und Wohnkonzepte, nötige Infrastrukturen und die Ausweisung eines Gewerbegebiets. Die Investitionstätigkeit der Stadt Lauchheim soll in den kommenden Jahren weitergeführt werden. Allein 8,3 Millionen Euro sind im Haushalt 2023 eingeplant. 

Was bei den großen Investitionen der Stadt Lauchheim im Mittelpunkt steht

Ausbau der Ganztagesbetreuung an der Deutschorden-Schule Lauchheim: Um ab dem Schuljahr 2026/2027 den Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung jedes Grundschulkindes zu gewährleisten, plant die Stadt Lauchheim an der Deutschorden-Schule einen Verbindungsbau. Die Kosten belaufen sich auf 3,6 Millionen Euro. Im Jahr 2023 sind 1 510 700 Euro dafür vorgesehen. „Die Pläne liegen bereits in der Schublade. Wir hoffen nur noch auf eine Förderzusage“, so die Bürgermeisterin, die ein Beschleunigungsprogramm meint, wonach es 70 Prozent an Fördermitteln geben könnte. 

Neubau der katholischen Kindertagesstätte St. Gangolf in Röttingen: Dringender Sanierungsbedarf und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung erfordern in Röttingen den Neubau eines zweigruppigen Kindergartens. Die Kosten liegen bei 2,4 Millionen Euro. Obwohl in katholischer Trägerschaft, beteiligt sich die Stadt Lauchheim mit 80 Prozent, was 1,92 Millionen Euro entspricht. 1 016 000 Euro sind für das Jahr 2023 angesetzt. Zur Finanzierung ist die Stadt auf Zuweisungen des Landes angewiesen. Im April sollen die Arbeiten beginnen.

Bürgerhaus Hülen: Das Bürgerhaus „Alte Schule“ in Hülen soll um- und angebaut werden. Insgesamt 1,27 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Für das Jahr 2023 liegt der Ansatz bei 608 000 Euro. Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (ELR) und Mittel aus dem Ausgleichsstock werden erhofft. Die Umsetzung soll in den Jahren 2023 und 2024 erfolgen. Erschließung des Baugebiets Sallenfeld III in Röttingen: Im September 2022 fand der erste Spatenstich für 20 Wohnbauplätze statt. Bis zum Mai 2023 sollen die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sein. Für das Jahr 2023 sind 490 100 Euro eingeplant. 

Sanierung der Bahnhofstraße: Nachholbedarf sieht Lauchheim noch im Bereich der Straßensanierung. 2 325 000 Euro betragen die Gesamtkosten für die Sanierung der Bahnhofstraße und sind vollumfänglich im Haushalt 2023 berücksichtigt. Mögliche Fördermittel sollen das Vorhaben unterstützen. 

Ausbau der „Weißen Flecken: Auf insgesamt 1,2 Millionen Euro wird der Ausbau „Weißer Flecken“ geschätzt. 908 800 Euro sind im Haushalt 2023 dafür veranschlagt. Geplanter Baubeginn ist April 2023. Die Stadt Lauchheim rechnet mit 90 Prozent an Fördermitteln.

Fördermittel braucht es auch für den Um- und Anbau des Bürgerhauses in Hülen.
Für den katholischen Kindergarten in Röttingen braucht es einen Neubau. Mittel aus dem Ausgleichstock sind bereits bewilligt.

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