Nach Vandalismus: Alamannenhalle beschäftigt Lauchheims Räte

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Im April eingeweiht, nun Opfer von Vandalismus: Die Stadt Lauchheim hat eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt.
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Vandalismus, Benutzungsordnung und Hallenboden – die neue Alamannenhalle war Thema im Gemeinderat.

Lauchheim. Kaum eröffnet und schon mutwillig beschädigt. Während sich die Stadt Lauchheim noch um letzte abschließende Dinge müht, machen sich über die neue Mehrzweckhalle schon die Vandalen her. Bürgermeisterin Andrea Schnele wirkte noch sichtlich geschockt, als sie in der Sitzung des Gemeinderats von Vorfällen in der zurückliegenden Nacht zum Donnerstag berichtete (wir berichteten). „Das hat mich sehr traurig gestimmt“, wie die Bürgermeisterin sagte. Für Hinweise hat die Stadt nun eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

Benutzungs- und Entgeltordnung

Um die Haftung bei Schäden ging es auch bei der Benutzungsordnung der Halle. Sollte diese doch eigentlich von den Gemeinderäten verabschiedet werden, wurde die Beschlussfassung nochmals auf die nächste Sitzung vertagt. In wessen Verantwortungsbereich Schädigungen nach Veranstaltungen oder Sportbetrieb fallen, möchte man noch prüfen lassen. Die Entgeltordnung wurde indes etwas nachgebessert und kaum diskutiert.

Bodenversiegelung

Dafür beschäftigte das Gremium einmal mehr der Boden der Mehrzweckhalle. „Es war von Anfang an klar, dass wir keinen Schutzboden kaufen“, erinnerte Bürgermeisterin Schnele, weshalb man auch keinen Platz dafür vorgehalten habe. Eine Belagsbeschichtung wurde inzwischen angefragt, was wiederum zu 16 000 Euro überplanmäßigen Ausgaben führe.
„Die Einweihungsfeier hat uns gezeigt, dass dies notwendig ist“, so Schnele. Die „hohen Kosten“ wollte Wolfgang Dambacher (UBL) dennoch nicht schlucken. „Wir wurden ursprünglich so aufgeklärt, dass man an diesem Boden nichts machen muss“, sagte er und: „Warten wir doch erst einmal zwei Jahre ab, bis wir zehn Veranstaltungen haben.“ Abwarten, das Geld sinnvoller anlegen und den Boden bei Bedarf aufarbeiten lassen, möchte auch sein Fraktionskollege Alois Rettenmaier.

Narrentreffen, Sportbetrieb und Konzerte wurden gleichermaßen diskutiert. So wie Profilschuhe in denen Kieselsteine stecken oder Pfennigabsätze. „Wir müssen uns klar werden, der Boden wird abgenutzt“, sagte Monika Bernreiter (FWV).

Bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde den überplanmäßigen Kosten schließlich zugestimmt der Auftrag vergeben.

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