Neujahrsansprache in neuer Halle

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Bürgermeisterin Andrea Schnele (2. v. re) im Austausch mit Bürgern im Anschluss an ihre Neujahrsansprache in der Lauchheimer Alamannenhalle. Foto: we
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Mit Rücksicht und gegenseitiger Unterstützung. Bürgermeisterin Schnele wünscht sich eine erfolgreiche Entwicklung der Stadt und ihrer Stadtteile. 

Lauchheim

Es ist schon eine lange Tradition, dass sich am Neujahrskonzert des Musikvereins Stadtkapelle Lauchheim das Stadtoberhaupt an die Bürger und Bürgerinnen wendet. Ihre Neujahrsansprache nutzt Bürgermeisterin Andrea Schnele nicht nur, um den Menschen ein glückliches neues Jahr zu wünschen, sondern neben einem Rückblick einen Ausblick auf aktuelle und bevorstehende Projekte zu geben.

Zuletzt vor drei Jahren in der alten Alamannenhalle, spricht sie nun nach Abriss und Neubau vor großem Publikum in der neuen Halle. „Wir alle sind Lauchheim“, sagt die Bürgermeisterin. „Wir haben zusammen viel erreicht – und noch mehr vor.“

Viele Höhepunkte und Feste im Lauchheimer Jahr

Schnele greift insbesondere die Themen auf, die das Leben in Lauchheim am meisten beeinflusst haben. „Die Stadt Lauchheim hat im Jahr 2022 Geschichte geschrieben“, so wie sie sagt und benennt die Einweihung des ersten Kontrollpunkts für Navigationsgeräte im Ostalbkreis am Wanderparkplatz in Hülen, das Fest zum Abschluss der Flurbereinigung Röttingen und schließlich die Einweihung der neuen Alamannenhalle mit Tag der offenen Tür. „Es war ein Freudentag für Lauchheim“, wie Schnele den 24. April 2022 umschreibt.

Im Rahmen des großen Zapfenstreichs wurde an den Ehrenkommandanten Peter Preissler die Herzog-Carl-Medaille verliehen, Pfarrer Dr. Pius Adiele feierte sein 25-jähriges Priesterjubiläum und im Rathaus gab es einen Empfang für den Vorderladerschützen-Weltmeister Andreas Stoch und die Deutsche Schwimmmeisterin Katja Mohr.

Klimaschutz und Energie werden beherrschende Themen

Dass die große Weltpolitik nicht spurlos an Lauchheim vorbeiziehe, zeige die Gründung eines Klimaschutzbeirats und die Definition von Klimaschutzzielen. „Lauchheim strebt bis zum Jahr 2040 die Klimaneutralität an. Ein ambitioniertes Ziel – eines von vielen!“ Bürgermeisterin Schnele erinnert auch an die Erweiterung von Vereinsförderrichtlinien und eine neue Friedhofskonzeption. „In Röttingen wiederum haben wir Geschichte geschrieben. Hier ist aufgrund eines Flächentausches der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses mit Dorfladen möglich geworden.“

Unter den bedeutsamen Veranstaltungen und Ereignissen wird auch die Beteiligung beim Stadtradeln 2022 genannt, der 11. Europameistertitel für das HS-Schoch-Truck-Trail-Team sowie die Verlegung von weiteren Stolpersteinen. Dem Lebensretter Dominik Zündel kommt besondere Hochachtung zu teil. Mit einem Zitat von Albert Einstein richtet Lauchheims Bürgermeisterin ihren Blick ins Jahr 2023. „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“

Gewerbe, Bauen, Schulerweiterung im Ausblick

So soll die Bahnhofstraße grundlegend saniert und das Bahnhofsumfeld erneuert werden. Die Sanierung der Erzgebirgsstraße und des Ziegelgartens stehe auf dem Programm und zur Stärkung des Stadtkerns wurde ein Antrag auf Stadtsanierungsmittel gestellt. Eine Herausforderung bleibe die Ausweisung von Gewerbeflächen. Dagegen stünden voraussichtlich ab März in Röttingen zwanzig Wohnbauplätze zur Verfügung und in Lauchheim wurde für einen zweiten Bauabschnitt am Kalvarienberg ein Umlegungsverfahren eingeleitet. In Hülen soll das Bürgerhaus erweitert und die Ortsdurchfahrt ausgebaut werden. Für den Ganztagsbereich an der Deutschorden-Schule lägen die Pläne bereits in der Schublade, allein warte man noch auf den Start des Förderprogramms.

Schnele wünscht sich eine erfolgreiche Entwicklung der Stadt und ihrer Stadtteile. „Ich würde mich freuen, diese als Bürgermeisterin weitere acht Jahre mit Leidenschaft und Kompetenz mitgestalten zu dürfen.“ Ihre Bewerbung hat sie bereits abgegeben. Am 12. März 2023 soll gewählt werden.

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