Polizeiverordnung neu gefasst

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Nicht nur Halter und Führer von Hunden, auch solche von anderen Tieren müssen sich an die neue Polizeiverordnung halten.
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Nachdem die derzeitige Polizeiverordnung nach 20 Jahren außer Kraft getreten war, beschäftigte sich Lauchheim mit einer Neufassung. Ab wann sie gilt.

Lauchheim

Einstimmig hat der Gemeinderat Lauchheim in seiner jüngsten Sitzung eine Neufassung der Polizeiverordnung gegen umweltschädliches Verhalten, Belästigung der Allgemeinheit, zum Schutz der Grün- und Erholungsanlagen und über das Anbringen von Hausnummern gebilligt. Dies war notwendig, da die bisherige Polizeiverordnung der Stadt Lauchheim vom 25. Januar 2002 nach zwanzig Jahren außer Kraft getreten war.

Zu dem 22 Paragrafen umfassenden Werk gab es eine Gegenüberstellung der jeweiligen Punkte aus Lauchheim mit den Nachbarkommunen Westhausen und Bopfingen.

Eine öffentliche Aussprache der Lauchheimer Räte blieb aus. Hatten sie doch zuvor schon die Details festgelegt. „Es steht vieles d’rin, was eigentlich schon der normale Menschenverstand hergeben müsste“, zog Stadtrat Michael Jast (FWV) kurz sein Resümee.

Was sich ab 4. November ändert

Die Polizeiverordnung soll nach Bekanntmachung bereits am Freitag, 4. November 2022 in Kraft treten.

Nachtruhe und Sportplätze

Sport-/Bolz- und Spielplätze, die weniger als 50 Meter von der Wohnbebauung entfernt sind, dürfen vom 1. Mai bis 31. August von 8 Uhr bis 22 Uhr und vom 1. September bis 30. April. von 8 bis 20 Uhr benutzt werden. Öffentliche Plätze dieser Art dürfen, soweit es nicht dem Schulbetrieb dient, in der Zeit zwischen 20 und 8 Uhr nicht benutzt werden, solange kein davon abweichender Aushang angebracht ist.

Offenes Feuer

Für das Abbrennen offener Feuer ist die Erlaubnis der Ortspolizeibehörde erforderlich. Keiner Erlaubnis bedürfen kleinere Koch- und Grillfeuer mit trockenem unbehandeltem Holz in befestigten Feuerstätten oder Koch- und Grillfeuer mit handelsüblichen Grillmaterialien in handelsüblichen Grillgeräten. Die Feuer sind so abzubrennen, dass hierbei keine Belästigung Dritter durch Rauch oder Gerüche entsteht.

Auflagen für Tierhalter

Der Halter oder Führer eines Tieres hat dafür zu sorgen, dass dieses seine Notdurft nicht auf öffentlichen Straßen, Gehwegen, in Grün- und Erholungsanlagen, in sonstigen öffentlichen Einrichtungen oder auf privaten Wohngrundstücken Dritter verrichtet. Abgelegter Kot ist unverzüglich zu beseitigen und in dafür bereitgestellte Abfallbehälter zu entsorgen.

Der Halter oder Führer eines Hundes hat dafür zu sorgen, dass der Hund zwischen dem 1. März und 31. Oktober jeden Jahres landwirtschaftlich genutzte Grün- und Ackerflächen nicht betritt oder dort seine Notdurft verrichtet. Taubendürfen auf öffentlichen Straßen und Gehwegen sowie in Grün- und Erholungsanlagen nicht gefüttert werden. Das Gleiche gilt für Wasservögel.

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