Pro 10 000 Rad-Kilometer wird ein Baum gepflanzt

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So geht Klimaschutz in Lauchheim. Die Kinder des KiFaZ Kolibri machen es vor.
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Die Aktion „Stadtradeln“ soll sich für die Stadt Lauchheim gleich doppelt auszahlen.

Lauchheim. Drei Wochen lang wurde gestrampelt, was das Zeug hält. Dass sich Lauchheim bei der Aktion „Stadtradeln 2021“ mit 80.472 Radkilometern als beste Newcomer-Kommune in der Rangliste ganz nach oben katapultiert hat, könnte sich für den Klimaschutz bald doppelt auswirken.

Zwölf Tonnen Kohlendioxid (CO2) haben die eifrigen Radlerinnen und Radler während des Aktionszeitraums bereits eingespart. „Wir möchten, dass für jede 10.000 Fahrrad-Kilometer ein Baum gepflanzt wird“, formulierte Stadtrat Wolfgang Dambacher jüngst die Wünsche der Unabhängigen Bürgerliste Lauchheim (UBL) in Sachen Nachhaltigkeit. Rein rechnerisch wären dies acht junge Bäume an der Zahl und man habe auch schon Lücken in bestehenden Baumreihen erkundet. Bürgermeisterin Andrea Schnele signalisierte ihre Unterstützung und will die vorgeschlagenen Standorte nun prüfen lassen.

Neue Köpfe – neue Ideen. So setzt sich die UBL-Fraktion seit den letzten Kommunalwahlen zunehmend für die Nutzung regenerativer Energien und im Besonderen PV-Anlagen auf kommunalen Dächern ein. Schon einmal ging es deshalb auch in einer Sitzung des Gemeinderats bei einem Fachvortrag der Hochschule Aalen um die Umsetzung der Energiewende und Anpassung an den Klimawandel.

Nun wurde die „Netze BW“ mit einer Fokusberatung zum Klimaschutz beauftragt. „Wir wollen das Thema Klimaschutz angehen“, sagte Bürgermeisterin Andrea Schnele, die auch die Bürgerschaft mit einbeziehen möchte. Die Bildung eines Klimaschutz-Ausschusses mit jeweils einem Vertreter aus den Fraktionen und sechs Bürgerinnen und Bürgern der Gesamtgemeinde wurde bereits in die Wege geleitet.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sollen im ersten Schritt die bisherigen Aktivitäten inklusive einer Analyse im Hinblick auf Fortsetzung und Intensivierung erfasst sowie eine Einstiegsbilanz zu Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen erstellt werden.

Über eine öffentliche Veranstaltung werde die breite Öffentlichkeit Gelegenheit erhalten, Ideen und Maßnahmenvorschläge einzubringen. Eine Konkretisierung der Maßnahmen mit Festlegung einer Priorisierung soll schließlich im Rahmen eines Workshops mit dem Klimaschutz-Ausschuss erfolgen.

Die Veranstaltung für die Bürgerschaft findet am Donnerstag, 30. September um 19 Uhr im Bürgersaal Röttingen statt.

Mobilitätsmanagement

Verkehrsaufkommen reduzieren, und zwar ohne Mobilitätseinschränkungen, das möchte Stadträtin Renate Sterz (FWV) in der nächsten Klausurtagung auf der Tagesordnung wissen. Für Hülen oder Röttingen sei der öffentliche Nahverkehr völlig unzureichend und es hätte sich die vergangenen 30 Jahre viel zu wenig getan. Ein nachhaltiges Verkehrskonzept sieht Sterz als Zukunftsaufgabe. „Ich freue mich schon auf die Diskussionen“, so die Hülenerin. Doris Weber

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