Reimer in Lauchheim: Fördermittel gut angelegt

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v.li.: Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Landschaftsarchitekt Andreas Walter, Bürgermeisterin Andrea Schnele, Gabriele Seefried als Vertreterin des Landrats, Lauchheims Hauptamtsleiterin Monika Rettenmeier und Referatsleiter Frank Schied beim Besuch d
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Wie Investitionsprojekte Wirkung zeigen. Beim Besuch in Lauchheim ist Regierungspräsident Wolfgang Reimer beeindruckt, was mithilfe von Förderprogrammen entstanden ist.

Lauchheim. Passen die unterschiedlichen Förderprogramme auch auf den ländlichen Raum? Dieser Frage ging Regierungspräsident Wolfgang Reimer bei einem Besuch in Lauchheim nach. Dort hat er gleich drei Projekte besichtigt, die in den vergangenen Jahren Fördermittel aus der Marktstrukturverbesserung sowie aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und dem Regionalentwicklungsprogramm LEADER erhalten haben.

Das Röhlinger Feuerwehrhaus: Eines davon nimmt gerade im Teilort Röttingen an Gestalt an – ein Bauprojekt, dass im Juli mit einem Richtfest gefeiert und durch ELR-Förderung und Mittel aus dem Ausgleichsstock unterstützt wurde. Das neue Feuerwehrgerätehaus mit Dorfladen entsteht mitten im Ort. „Es ist eine kleine Flurneuordnung und eine Win-Win-Situation“, wie Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele erklärt, denn erst ein Flächentausch mit dem benachbarten Hotel- und Gaststättenbetrieb habe das Vorhaben möglich gemacht.

Der Schriftzug „Feuerwehr Abt. Röttingen“ kennzeichnet den Neubau bereits. So manches haben die Feuerwehrkameraden in Eigenregie erledigt. Aber auch viele Handwerker aus der näheren Umgebung sind am Bau beteiligt. „Wir haben ein gutes Los gezogen“, freut sich Schnele. Röttingens Ortsvorsteher Gunther Ziegelbauer ist froh, dass die Räumlichkeiten für Bäcker und Metzger in den Neubau integriert werden konnten. „Der Dorfladen ist wichtig für unsere Einwohner“, so der Ortsvorsteher. Regierungspräsident Reimer gibt ihm recht: „Der Erhalt der Grundversorgung ist für die Lebensqualität in den Dörfern von großer Bedeutung. Einkaufen vor Ort steigert zudem die Attraktivität von Kommunen als Wohn- und Arbeitsstandort.“

Das grüne Band an der Jagstaue: Bei der Besichtigungstour mit von der Partie ist die Vertreterin des Landrats und Erste Landesbeamtin Gabriele Seefried. Im Stadtzentrum von Lauchheim führt deren Weg durch den Mehr-Generationen-Stadtpark an der Jagst. Das grüne Band entlang der Jagstaue lädt zum Verweilen ein. Von „Naherholung auf kleiner Fläche“ und „vielen Synergieeffekten“ weiß Landschaftsarchitekt Andreas Walter. Er hat den Park geplant und führt die Gruppe vorbei an Boule-Spielfeld, Fitnessgeräten, Sitzgruppen und Hüpfsteinen zu einer Brücke neben großen Quadersteinen, die zuweilen als Grünes Klassenzimmer dienen. Der Regierungspräsident zeigt sich begeistert: „Der Stadtpark ist ein Gewinn. Die Prioritäten wurden richtig gesetzt.“ Dass die Leader-Aktionsgruppe den Stadtpark für die Förderung mit dem EU-Programm Leader ausgewählt hat, kann Wolfgang Reimer gut nachvollziehen. „Das Geld ist sinnvoll eingesetzt worden.“

Der Landgasthof Thamasett: Den Landgasthof Thamasett im Zentrum von Lauchheim besucht die Gruppe zum Abschluss der Stippvisite. Dort erklärt Reimer noch einmal den Anlass seines Besuchs: „Wir möchten uns anschauen, was mithilfe von verschiedenen Förderprogrammen entstanden ist und ins Gespräch mit Begünstigten sowie Verantwortlichen der Kommunen kommen“, so Reimer. Auch die Umgestaltung und Erweiterung der traditionsreichen Gastwirtschaft sei durch das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) gefördert worden.

Auf der Speisekarte des Gasthofs finden sich Erzeugnisse aus der eigenen Landwirtschaft wieder. „Wir freuen uns, wenn junge Menschen bereit sind, das weiter zu entwickeln, was Generationen vor Ihnen begonnen haben“, sagt Reimer mit Blick auf die Tochter des Hauses, Sabrina Müller, die sich mit ihrem Mann Bernhard um den Landgasthof kümmert, während Eberhard und Gerlinde Thamasett die Landwirtschaft betreiben. Der Familie Thamasett/Müller wünscht Reimer viel Erfolg und Ausdauer. Wohlwissend wie gerade die Gastronomie von der Corona-Pandemie besonders betroffen sei.

Den Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Lauchheim hebt sich der Regierungspräsident schließlich bis ganz zum Schluss auf.

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