Reise durch die Welt der Musik

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Der Musikverein Stadtkapelle Lauchheim begeisterte mit einem facettenreichen Programm beim Neujahrskonzert. Fotos: Doris Weber
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Der Musikverein Stadtkapelle Lauchheim hat bei seinem Neujahrskonzert mit musikalischen Höhepunkten Akzente gesetzt und langjährig Aktive ausgezeichnet. Ulrich Paa 50 Jahre dabei.

Lauchheim

Der Musikverein Stadtkapelle Lauchheim hat nach drei Jahren Pause in der neuen Alamannenhalle wieder ein Feuerwerk an facettenreicher Blasmusik gezündet. Das Publikum war gespannt auf das erste Neujahrskonzert in der großen Halle und wie es wohl klingen mag. „Die Akustik ist klasse“, wie ein Zuhörer dann auch gleich nach den ersten Stücken feststellte. „Die Musik spielt scheinbar mittendrin, statt nur vorne auf der Bühne.“

Prominente Unterstützung bekam die Stadtkapelle durch den Akademiedirektor von Schloss Kapfenburg, Moritz von Woellwarth, der als Gastmusiker das Posaunenregister erweiterte. Mit dem Musikstück „76 Trombones“ von Meredith Willson begann auch gleich eine Konzertreise, die zunächst von New York über Oregon bis nach Österreich führte. In Wien angekommen, fand sich das Publikum plötzlich am Zauberberg wieder. Jessica Tippner, die gewohnt charmant durch das Programm führte, wusste über den Bau einer alten Hochgebirgsstrecke und den Semmeringer Eisenbahntunnel und forderte auf: „Lassen Sie sich verzaubern“, und stimmte damit auf „The Magic Mountain“, eine Komposition von Ottto M. Schwarz, ein.

Eine echte Glanzleitsung

Eine zehnminütige Fahrt begann. Weiße Rauchschwaden lagen scheinbar in der Luft und es war, als wähnte man sich auf den Sitzbänken eines alten Dampfzuges. Musikalisch ging die Fahrt bergauf – langsam - bis Blechbläser, Flöten und Becken das ganze Panorama entfalteten. Dann wurde es eng und dunkel. Tuben und Pauken mimten schwere Maschinen, die sich in den Berg gruben. Am Ende des Stückes rauschte ein Schnellzug mit dreihundert Stundenkilometern durch den Tunnel hinaus und in die Halle nach Lauchheim, wo nach der Glanzleistung der Musiker und Musikerinnen um Dirigent Eugen Pukrop begeisterter Applaus wartete.

Magische Momente gab es auch bei einem Medley aus Disney‘s „The Beauty and the Beast“, bevor sich nach der Pause Jungmusiker unter die Routiniers der Stadtkapelle mischten und Xenia Rösler für eine Weile den Dirigentenstab übernahm.

„Es gibt nichts Schönes“

„Es gibt nichts Schöneres als gemeinsames Musizieren“, finden sie alle. Da passte der berühmte Song der Backstreet Boys „I want it that way“, der übersetzt „Ich möchte es so haben“ den Willen der Jungen und Mädchen nach wöchentlichen Proben, Ständchen und Konzerten widerspiegelte. Die gute Laune schwappte von der Bühne auf die Zuschauerplätze über und es gab langanhaltender Beifall.

Für Eugen Pukrop war es sein erstes Neujahrskonzert. Die Musiker und Musikerinnen brachte er zu Höchstleistungen. So wie bei „Children of Shanchez“, wo Matthias Lexow, Andrea Gerner und Jenny Prinz mit Soli glänzten. Dazu wurde „Concerto D’Amore“, „Music“ und „Coldplay in Symphony“ musikalisch perfekt interpretiert und es gab mit „Imagine“ und „Gruß an Lauchheim“ Zugaben. „Ich bin stolz, dass ich Teil dieser mega-tollen Mannschaft sein darf“, dankte am Ende die Klarinettistin und Vorsitzende Nadine Schips. 

Ehrungen

Ehrungen wurden zusammen mit dem Vorsitzenden des Blasmusikverbands Ostalb Hubert Rettenmaier und Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele vorgenommen.

Zehn Jahre aktive Mitgliedschaft: Theo Diemer, Tamara Olbrich, Moritz Beck, Johannes Leopold, Larissa Leopold und Moritz Werner.

30 Jahre aktive Mitgliedschaft: Sabrina Müller, Simone Stumpp, Hubert Stenzenberger, und Markus Mayer.

40 Jahre aktive Mitgliedschaft: Andrea Gerner und Wolfgang Maier.

50 Jahre aktive Mitgliedschaft: Ulrich Paa.

Die Stadtkapelle Lauchheim hat zahlreiche Aktive ausgezeichnet. Für 50 Jahre erhielt Ulrich Paa (links) die Goldene Ehrennadel mit Rubin.

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