Schlaflos in Wanderstiefeln im Morgenrot

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Geschafft. Am Ende einer 24-Stunden-Wanderung des SAV Lauchheim wird am Ortsschild noch posiert.
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Was es auf der 24-Stunden-Wanderung des Schwäbischen Albvereins Lauchheim zu erleben gab.

Lauchheim Was für eine Nacht! Und was für eine tolle Atmosphäre, die am Morgen immer noch herrscht, obwohl keiner ein Auge zugemacht hat. Etwas in den Seilen hängen sie aber schon, die fast zwei Dutzend Wanderer, die sich von Kirchberg an der Jagst aufgemacht haben, um eine außergewöhnliche Tour zu erleben.

Es ist schon das dritte Mal, dass der Schwäbische Albverein Lauchheim zu einer 24-Stunden-Wanderung eingeladen hat. Vom Oberen Jagsttal über die Hammerschmiede durch das Gronachtal bis nach Lauchheim führt die diesjährige Strecke.

Am Tag sticht der Planet, es ist heiß. Da tut es gut, dass neben dem Weg die Jagst gurgelt und rauscht. Dafür kühlt es in der Nacht im Wald stark ab. Der Mond schiebt sich durch die Baumwipfel und es ist sternenklar. Das mystische Leuchten hilft die 74 Kilometer lange Strecke mit insgesamt 1000 Höhenmetern zu bewältigen. Die drei Wanderführer Rüdiger Backes, Arthur Puscher und Roland Geiss geben alles. Während Puscher die Nachtetappe anführt, macht Geiss den „Wadenbeißer“ - schaut, dass niemand zurück bleibt.

Immer mal wieder taucht ein Begleitfahrzeug auf, bringt zusätzliche Stärkung und frische Sachen. Als die Wanderer Ellwangen erreichen, geht gerade über dem Schönen Berg die Sonne auf. Das morgendliche Rot und der schwarze Kaffee lassen die Strapazen der Nacht dabei schnell verblassen.  

Unsere Reporterin stößt erst in der Nähe von Lippach auf die Gruppe und fängt die Stimmung ein. „Es ist einfach Mega“, findet Neuling Stefan Beck, der schon sein drittes Paar Schuhe gewechselt hat. „Irgendwann brennen die Sohlen“, erklärt Routinier Evelyn Dambacher. Manche haben Watte im Kopf. „Die körperliche Anstrengung ist oft leichter zu bewältigen als die mentale“, weiß Geiss, der auf den letzten Metern dann doch noch gerne seinen Rucksack abgibt.

Wer einmal dabei war, wird zum Wiederholungstäter. So wie Bürgermeisterin Andrea Schnele. „Super aber anstrengend“, findet sie die zurückliegenden 24-Stunden. Erschöpft sind sie schließlich alle, nach ihrer Rückkehr in Lauchheim und dem Abschluss im Vereinsheim des Tennisclubs. Doris Weber

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