Spatenstich für neues Vereinsheim des SV Lauchheim

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Ein symbolischer erster Spatenstich im Regen. v.li. Wolfgang Wortmann, Gabi May, Peter Dolpp (alle SVL) , Bürgermeisterin Andrea Schnele und Martin Schmidt (SVL)
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Für den Sportverein Lauchheim wird ein langgehegter Wunsch wahr. Wie ein Scheck am Rande den Wagemut der Lauchheimer Sportler belohnt.

Lauchheim

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren hat sich der Bagger durch das Gemäuer der alten Turn- und Festhalle gebissen und damit auch für den Sportverein Lauchheim das Ende dessen Vereinsheims besiegelt. Inzwischen ist rund um das Sportgelände an der Jagst viel passiert. Die Stadt hat in ein neues Rasenspielfeld investiert und die Einweihung der neuen Mehrzweckhalle steht kurz bevor. „Wir hatten Glück, nach dem Abriss in den Bären ausweichen zu können“, zieht Sportvorstand Peter Dolpp Resümee beim symbolischen Spatenstich fürs neue Vereinsheim.

Nicht nur mit dem Vereinsheim, auch mit der Geschäftsstelle hatte der SVL im „Bären“ – dem Stiftungshaus für Vereine und Soziales - einst ein neues Zuhause gefunden. Dass es keine Lösung auf Dauer sein sollte, steht nun fest. „Wir haben schon lange den Wunsch gehabt - ein Vereinsheim gehört einfach in die Nähe des Sportgeländes“, erklärt Dolpp im Beisein seiner Vorstandskollegen Wolfgang Wortmann und Gabi May vor gut einem Dutzend Gäste.

Die sind trotz Regens gekommen, um beim symbolischen ersten Spatenstich für ein neues SVL-Vereinsheim dabei zu sein. Man schmunzelt, ob das Treffen wohl reichen würde, als erste Veranstaltung unter der neuen Halle genannt zu werden.

240 Quadratmeter Vereinsheim

„Der Bau des Vereinsheims ist für den SV Lauchheim die größte Investition“ weiß Dolpp. „Wir müssen viel in Eigenleistung erbringen.“ Den Rohbau erstelle die Firma Holzbau Lutz in Holzständerbauweise. Alle, die helfen möchten, können sich demnach bei Außenarbeiten und dem Innenausbau beteiligen. Das neue Vereinsheim soll auf insgesamt 240 Quadratmetern neben der Vereinsgaststätte mit etwa 50 Sitzplätzen, ein Büro sowie einen Schulungsraum beinhalten. Von einer Terrasse lassen sich später die Spiele auf dem angrenzenden Fußballplatz verfolgen. Die Geschäftsstelle des SVL bleibt weiterhin im Bären.

Ein Scheck am Rande

„Ich bin froh, dass es den Sportverein Lauchheim gibt“, sagt Bürgermeisterin Andrea Schnele. Es gebe viele Berührungspunkte und ein gutes Miteinander. Sie verstehe das Ansinnen des SVL nach einem eigenen Vereinsheim. „So etwas geht nur gemeinsam. Es ist große Herausforderung.“ Deshalb gelte es zu appellieren, dass alle helfen. Die Stadt Lauchheim gebe 11000 Euro als Ausgleich zum Abriss des Vereinsheims und 10000 Euro als Zuschuss für das neue Gebäude. 

Dass der Sportverein neben tatkräftiger auch finanzielle Unterstützung braucht, hat den ehemaligen Stadtrat Hans-Peter Wiederspohn auf den Plan gerufen. Zum Spatenstich kommt er mit einem Spendenscheck. „Wagemut gehört belohnt“, zollt er dem SVL seinen Respekt und erinnert an viele Gemeinderatssitzungen zum Abriss der alten Halle und an eine Sternstunde, als der SVL sein Einverständnis erklärte. „Ich habe mein Sitzungsgeld angespart und noch einiges aufgestockt“, erklärt er seine 1000 Euro Spende. 

Dann geht es schließlich ran an die polierten „Schippen“. Während im Hintergrund schon fleißig mit Stahlmatten das Fundament vorbereitet wird, genügt für die Symbolik des ersten Spatenstichs nur wenig Muskelkraft. Der Weg ist damit geebnet. Läuft alles nach Plan, könnte schon im Mai der Rohbaustehen.

Wagemut gehört belohnt.“

Hans-Peter Wiederspohn, ehemaliger Stadtrat
Eine Scheckübergabe am Rande des Spatenstichs gab es durch den ehemaligen Stadtrat Hans-Peter Wiederspohn (re) an SVL Vorstandsmitglied Wolfgang Wortmann

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