Stiftungshaus Bären liegt im Plan

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Unter den großen Kastanien neben dem "Bären" soll künftig wieder gefeiert werden können.

Was bisher am ehemaligen Anwesen Hermann Hackspachers gemacht wurde und was alles bis zum Eröffnungstermin am 18. Oktober noch erledigt werden muss.

Lauchheim

Gut Ding will Weile haben" – so könnte die Umgestaltung des ehemaligen Traditionsgasthauses "Bären" zum "Stiftungshaus für Vereine und Soziales" umschrieben werden.

Dass es seit geraumer Zeit "Schlag auf Schlag" geht und wie die Stadt Lauchheim zum 18. Oktober auf eine Punktlandung zusteuert, erläuterten nun Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele und der Heubacher Architekt Matthias Schmid bei einem Pressetermin.

Doch erst zur Vorgeschichte: Es war der letzte Wille des verstorbenen Hermann Hackspacher, dass sein "Bären" nebst umliegendem Anwesen für einen gemeinnützigen Zweck verwendet werden soll.

Im Oktober 2020 jährt sich seine Todestag zum fünften Mal. Dann muss alles umgesetzt sein. Gelänge dies nicht, würde der ganze Besitz zu gleichen Teilen unter der Stadt Lauchheim und der Herrmann-Hackspacher-Stiftung aufgeteilt.

Schnele erinnerte, wie sie im Dezember 2018 ihr Konzept eingebracht hat. "Es hat viel Überzeugungsarbeit gebraucht, bis die Idee eines Stiftungshauses aller Zustimmung fand." Überzeugen konnten sich nun auch die Testamentsvollstrecker und Stiftungsräte darüber, wie die Arbeiten inzwischen vorangehen.

Die rückliegende Scheune ist bereits abgerissen und auch im Stallgebäude erinnert nichts mehr an die alten Gitter und Futtertröge.

An Mietern mangelt es nicht.

Andrea Schnele Bürgermeisterin

Von vorne gleicht das Bild des "Bären" dem von früher. Parkten da nicht ständig Fahrzeuge von Handwerkern, hätte man beinahe nichts von den Arbeiten im Innern gemerkt. Dort wurden bereits Zwischenwände gesetzt, Kabel verlegt und sanitäre Anlagen installiert.

In der ehemaligen Gaststube und im gegenüberliegenden Wohnbereich hat der Sportverein Lauchheim bereits sein neues Domizil bezogen. Weiter oben, die Treppe hoch, muss dagegen noch ordentlich Hand angelegt werden, bis die alten Fremdenzimmer und der zwischenzeitlich unterteilte Tanzsaal wieder mit Leben gefüllt werden können.

"Der Baufortschritt ist da. Doch was ist mit den Pachtverträgen?", wollte Alois Diemer in seiner Funktion als Testamentsvollstrecker und Stiftungsrat wissen. Solche verlange am Ende auch die "Stiftung für Stifter", die von München aus über das Vorhaben wache, wie Stiftungsrat Alfred Hammele wusste. Dass es an Mietern nicht mangele, verdeutlichte Schnele. Demnach werden außer dem Sportverein noch der Kleintierzuchtverein, die Initiative Integration, das Familienzentrum Kolibri und ein Dartverein in den Bären einziehen. Zudem erhält der Waldkindergarten "7 Zwerge" dort einen Notfallraum und die städtische Sicherheitsfachkraft sein Büro. Zwei Räume hält die Bürgermeisterin für Jugendliche unter 18 Jahren vor. Hier könnten sich Interessierte gerne noch melden.

Auch Robert Jakob ist in Doppelfunktion Testamentsvollstrecker und Stiftungsrat. "Die Arbeiten machen einen guten Eindruck", freute er sich. "Ich bin zuversichtlich, dass alles klappt und wir der Münchner Verwaltung am Ende ein gutes Ergebnis bestätigen können."

Der Einweihungstermin für den neuen Bären als "Stiftungshaus für Vereine und Soziales" ist für den 18. Oktober 2020 festgesetzt. 695 000 Euro hat die Stadt Lauchheim für den Umbau veranschlagt. 378 000 Euro gibt es als Zuschuss durch den Investitionspakt "Soziale Integration". In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden nun auch die Außenarbeiten vergeben. Damit das Konzept aufgeht, wird um Spenden gebeten. 3000 Euro sind bereits eingegangen.

Ortsbesichtigung, (v.l.) Alois Diemer, Bürgermeisterin Andrea Schnele, Architekt Matthias Schmid, Robert Jakob und Alfred Hammele.
Ortsbesichtigung, (v.l.) Alois Diemer, Bürgermeisterin Andrea Schnele, Architekt Matthias Schmid, Robert Jakob und Alfred Hammele.

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