Was die Nutzung der neuen Alamannenhalle kostet

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Ob der Boden der neuen Alamannenhalle eine Schutzschicht bekommt oder bei Veranstaltungen abgedeckt werden soll, muss sich noch zeigen
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Lauchheimer Gemeinderäte diskutieren Nutzungsgebühren, Hallenboden und Parkplätze.

Lauchheim. „Die neue Alamannenhalle ist ein Mehrwert für die Stadt. Sie bietet Platz für viele  Begegnungen und Feste“, sagte Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Es ging um die Benutzungs- und Entgeltordnung, die vor Inbetriebnahme festgelegt werden sollte.  Die Vereine bekamen im Vorfeld Informationen und durften bei der Sitzung mitreden.

Am meisten interessierten die Kosten, die für Trainingsstunden oder Veranstaltungen aufgeschlüsselt wurden. Als zu hoch empfanden manche diese, weswegen die Stadtverwaltung bereits nachgebessert hat. „Trotzdem sind wir als Betrieb gewerblicher Art zur Erzielung von angemessenen Einnahmen verpflichtet“, klärte Schnele auf. 

Mietkosten für Vereine: 4 Euro statt bisher 3,50 Euro soll bei Übungs- und Trainingsbetrieb je Hallendrittel und Stunde berechnet werden. 150 Euro - oder gemäß der Nachbesserung 100 Euro - könnte die Grundmiete je Hallendrittel betragen. 100 Euro wurde für die Nutzung von Ausschank und kalter Küche vorgeschlagen, 150 Euro von Ausschank und warmer Küche. 50 Euro soll die Nutzung der Klappbühne kosten.

Preisbeispiele für Feste: Legt man die neuen Preise zugrunde, würden für einen Faschingsball oder ein Frühjahrskonzert mit Bühne und Bewirtung 500 Euro statt bisher 350 Euro berechnet. Eine zweitägige Lokalschau der Kleintierzüchter bei Zweidrittel-Nutzung läge bei 700 Euro (580 Euro) und ein Narrentreffen nach dem Umzug mit kalter Küche bei 450 Euro (290 Euro). Dafür sind die Kosten für Hausmeister, Reinigung und Heizung bereits inkludiert. 

Vereinsförderung neu: Ein Novum für Lauchheim ist die Vereinsförderung. „Wir werden in diesem Jahr mit Grund-, Jugend und Seniorenförderung 26 000 Euro an die Vereine ausschütten“, so Schnele. 

Diskussion um Schutz für den Hallenboden: Diskussionsbedarf unter den Räten bestand wegen des Hallenbodens - ob bei Veranstaltungen ein Schutz benötigt werde. In Frage käme ein Filzbelag aus Ein-Quadratmeter großen Einzelstücken zu 12 000 Euro. „Dafür fehlt uns aber der Platz“, so die Bürgermeisterin. Als Kompromiss wurde eine PU-Versiegelung zu 10 000 Euro vorgeschlagen. Diese habe weniger Gripp, was Stadträtin Monika Bernreiter (FWV) freute. „Ein stumpfer Boden birgt eine größere Verletzungsgefahr.“ Dafür bereiten Kratzer durch Glasscherben oder Kieselsteine den Räten Kopfzerbrechen.

Offene Fragen zum Hallenboden: Etwas Unverständnis zeigte der Vorsitzende des Karnevalsvereins, Michael Pukrop. „Es hieß immer, der Boden sei für alle Veranstaltungen geeignet.“ Für Pukrop ist der Faschingsumzug in Lauchheim die größte Veranstaltung seines Vereins. „Will man ihn abschaffen?“, fasst er seine Gedanken in Worte.

„Wir haben für die Halle sehr viel Geld ausgegeben, da ist es wichtig, dass sie von allen genutzt werden kann“, sagte Stadträtin Claudia Gerken (CDU). „Niemand möchte den Vereinen ein Ei reinlegen. Die Versiegelung ist eine gute Lösung. Nutzungsspuren wird es immer geben“, so Bernreiter. Alois Rettenmaier (UBL) möchte hingegen keine Versiegelung. Die offenen Fragen zum Hallenboden sowie der Nutzungs- und Entgeltordnung sollen nun bis zur nächsten Sitzung geklärt werden. 

Parkflächen fertiggestellt:  Vor der neuen Alamannenhalle ist Platz für 71 Fahrzeuge. 22 Parkplätze sind bereits gepflastert. „Das soll so bleiben“, wie Bürgermeisterin Andrea Schnele feststellte. Der Gemeinderat habe sich nach einer Kostenberechnung auf diese reduzierte Planung festgelegt. Die ursprüngliche Planung mit 71 gepflasterten Plätzen sei mit 645 000 Euro angesetzt gewesen.  Für den Regelbetrieb nur für 22 Fahrzeuge zu pflastern reduziere die Kosten auf 450 000 Euro, so die Bürgermeisterin. Doris Weber

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