Wenn der Nikolaus durch die Lauchheimer Straßen zieht

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Bevor sie in alle Himmelsrichtung durch die Straßen zogen, gab es ein kurzes Treffen vor dem Rathaus: die vier Nikoläuse (v. li.) Rüdiger Becker, Andrea Schnele, Klaus Ott und Josef Kurz mit ihren Begleitern.

Wie die Stadt am zweiten Adventssonntag anstelle des Weihnachtsmarkts in diesem Jahr Geschenke zu den Kindern bringt.

Lauchheim

Nicht wie alle Jahre wieder auf dem Marktplatz, sondern in den Straßen von Lauchheim, Hülen und Röttingen war am zweiten Adventssonntag der Nikolaus unterwegs. Aufgrund der aktuellen Vorzeichen stand der traditionelle Weihnachtsmarkt in der Lauchheimer Innenstadt unter keinem guten Stern. Das erhoffte Wunder blieb aus und so gab es kein romantisches Hüttendorf mit Lichterglanz rund um das historische Rathaus.

Dafür aber hat der Gewerbe- und Handelsverein zusammen mit der Stadtverwaltung und dem Kinder- und Familienzentrum Kolibiri eine Aktion für Kinder vorbereitet. "Es war mir sehr wichtig und in dieser Zeit ein besonderes Anliegen, etwas für die Kinder zu machen", so Bürgermeisterin Andrea Schnele. Der GHV-Vorsitzende Klaus Ott sieht das genauso und gerade die Kinder als die eigentlichen Verlierer des Weihnachtsmarktes.

Tatsächlich stehen die Familien mit ihren Jüngsten beim Besuch des Nikolaus' sonst immer dicht an dicht vor der Bühne. Damit die Geschenke trotzdem unter den Kindern verteilt werden, haben sich nun gleich mehrere Nikoläuse mit ihren Begleitern auf den Weg gemacht. In Lauchheim auf vier Routen quer durch die Stadt sowie einmal durch Hülen und Röttingen. Wer aus dem großen Sack ein Geschenk wollte, brauchte nur mit einer Laterne oder einem Licht sichtbar vor die Haustüre zu stehen. Und damit die Kinder den Nikolaus nicht verpassten, gab es an einigen Stellen adventliche Töne durch zweiköpfige Mini-Ensembles des evangelischen Posaunenchors. Während sich die Nikoläuse ansonsten zu Fuß auf den Weg machten, wurden sie in Hülen mit der Kutsche der Familie Brauchle durch den Ort kutschiert.

Bürgermeisterin Andrea Schnele war selbst als "Frau Nikolaus" unterwegs. Ihre Töchter Pia und Eva chauffierten den Karren oder verteilten die Päckchen. Dazu spielte Arthur Puscher alias Knecht Ruprecht auf seiner "Quetsche". Auch wenn es ihr sichtlich Spaß machte – "nächstes Jahr sehen wir uns wieder auf dem Weihnachtsmarkt", sagte sie den begeisterten Eltern.

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