Winterliche Tour zum Egerursprung

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Von Lauchheim geht's vorbei am "Schönen Stein" und am Submissionsplatz zum Egerursprung. Grafik: ca

Neun Kilometer lang ist die Rundwanderung von Lauchheim über den Egerursprung und wieder zurück. Sie eignet sich für anspruchsvolle Wanderer und hält einige Überraschungen bereit.

Lauchheim

Weil das etwas abgedroschen klingende Sprichwort "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah" derzeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, lohnt sich auch ein Blick in das kleine Buch "Wanderbares Lauchheim". Eine Auswahl der schönsten Touren hat die SAV-Ortsgruppe Lauchheim-Kapfenburg anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums im Jahre 2018 darin zusammengefasst.

Auch wir haben uns von dem Motto "da wollte ich schon immer mal hin" anstecken lassen und uns die Tour 11 aus dem Wanderbüchlein vorgenommen.

Wanderung für Anspruchsvolle

Als Wanderung für Anspruchsvolle ist der Rundweg über den Egerursprung umschrieben und beginnt in Lauchheim beim Wanderparkplatz am Stettberg. Schnurstracks geht es von hier bergauf, weshalb wir es zu Beginn etwas langsamer angehen lassen. Die Wege sind schneebedeckt und leicht zu begehen. Selbst die anfänglich gefühlte Kälte hat sich bis zur ersten Wegkreuzung gelegt. Wir überqueren die Kreuzung und erreichen bei Kilometer eins den markanten "Schönen Stein".

Von da aus folgen wir dem Hauptwanderweg HW 1 immer auf gleicher Höhe östlich weiter und orientieren uns nun an dem roten Dreieck. Beim Pavillon queren wir ein Teersträßchen und folgen dem geschotterten Fahrweg bis kurz vor das Submissionsgelände. Weil auf dem großen Holzlagerplatz für die anstehende Versteigerung derzeit am meisten Stämme gelagert sind, machen wir in einem Rechtsbogen dorthin einen kurzen Abstecher und bestaunen die wertvollen und meterdicken Hölzer.

Noch immer behalten wir grob die Richtung nach Osten bei, bis wir uns auf dem "Eisenhaldenweg" langsam dem Abstieg zur Egerquelle nähern. Zwei Haken gilt es noch zu schlagen, die aber dank des roten Dreiecks gut zu finden sind.

Klares Wasser und ein Echo

Am Egerursprung bei Aufhausen – nach Kilometer fünf – laden Bänke zum Verweilen ein. Wir kennen uns inzwischen aus und haben geeignete Sitzunterlagen, Thermoskanne und Rucksackvesper dabei. Schön, wie sich die Natur in dem glasklaren Wasser spiegelt und wie das Echo aus dem kleinen Tunnel herüberdringt, wenn ein paar Wanderer hindurchmarschieren.

Irgendwann wird es Zeit für den Rückweg, der nun aber weniger leicht zu finden ist. Noch vor der Bahnlinie geht es entlang eines Bächleins über einen kaum erkennbaren Fußweg zurück in Richtung Lauchheim. Beim Bahnwärterhaus biegen wir scharf links ab und folgen einem Waldweg. Eine kurze Strecke führt uns bergauf und mündet dann wieder in einen bequemen Schotterweg, der uns bis zum Parkplatz Bildwasen auf der Röttinger Höhe leitet. Wenn wir von hier in westlicher Richtung auf einem Forstweg weiter wandern, erreichen wir nach insgesamt gut neun Kilometern wieder unseren Ausgangspunkt.

Eines gönnen wir uns aber noch. Vom Wanderparkplatz Stettberg führt ein kurzer Pfad bis zur Wildschützhütte des Schwäbischen Albvereins. Hier genießen wir zum Abschluss den tollen Ausblick über die schneebedeckten Dächer der Stadt Lauchheim bis hin zum Schloss Kapfenburg.

Das Buch "Wanderbares Lauchheim kann auf dem Rathaus in Lauchheim oder über den Schwäbischen Albverein Lauchheim erstanden werden.

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