Wird Lauchheim nachts dunkel?

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Lauchheim am Abend. Ob und wann die Straßenbeleuchtung nachts ausgeschaltet wird, muss sich noch zeigen. Foto:We
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Gemeinderat votiert für intelligente LED-Leuchten. Beschluss über Nachtabschaltung wird vertagt. Wie die Bevölkerung in einer Umfrage votierte.

Lauchheim

Das Thema Straßenbeleuchtung wird Lauchheim noch weiter beschäftigen. In der Sitzung des Gemeinderats vom Donnerstag wurde die Umrüstung der bis dato verbliebenen 262 konventionellen Leuchten auf LED beschlossen. Über eine mögliche Nachtabschaltung will man erst im Februar 2023 befinden. Bürgermeisterin Andrea Schnele blickte zurück auf einen Beschluss aus dem Jahr 2005, wonach in Lauchheim und seinen Teilorten nachts von 1 Uhr bis 4 Uhr die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet wurde. Es kam zu einer Unterschriftenaktion. Seit Juli 2016 ist die Nachtabschaltung wieder deaktiviert. Maßnahmen zur Energieeinsparung gab es dennoch. Im Zeitraum zwischen 22 Uhr und 6 Uhr werden die bereits vorhandenen LED-Leuchten auf 50 Prozent gedimmt.  Die stellvertretende Kämmerin und Klimaschutzbeauftragte, Mareike Mahler, berichtete nun von einer Umfrage zum Thema „Umrüstung der Straßenbeleuchtung und Nachtabschaltung“, an der die Bevölkerung aufgerufen war, teilzunehmen. „Insgesamt 393 Mal wurde abgestimmt“, wie Mahler wusste. Dazu lieferte sie die Fragen und Abstimmungsergebnisse.

Soll Ihrer Meinung nach die Straßenbeleuchtung von 1 Uhr bis 4 Uhr ausgeschaltet werden? 25 Prozent stimmten für Ja, 53 Prozent für Nein, 22 Prozent enthielten sich.

Sollen Ihrer Meinung nach die verbliebenen 262 konventionellen Leuchten auf LED umgerüstet werden? 69 Prozent sagen Ja, 6 Prozent Nein bei 25 Prozent Enthaltungen.

Soll Ihrer Meinung nach die Straßenbeleuchtung von 1 Uhr bis 4 Uhr ausgeschaltet werden und zusätzlich die verbliebenen 262 konventionellen Leuchten auf LED umgerüstet werden? 37 Prozent sagten Ja, 36 Prozent Nein, 27 Prozent enthielten sich.

Die Umrüstung der konventionellen Leuchten auf LED kostet die Stadt Lauchheim 145 000 Euro. Eine Förderung in Höhe von 58 000 Euro wäre möglich, nur könnte sich das Vorhaben um ein bis eineinhalb Jahre verzögern. Dies nahm der Gemeinderat zum Anlass, den Beschluss zur Umrüstung auf LED gleich zu fasen. Es sollen intelligente Leuchten sein mit einer Schnittstelle, wo im Nachgang noch die Möglichkeit besteht, Bewegungsmelder einzubauen oder auf 20 Prozent zu dimmen.

Sehr unterschiedlich war die Auffassung der Räte zur Nachtabschaltung. Während Monika Bernreiter (FWV) an die Klimaschutzziele und die Wichtigkeit der Energieeinsparung erinnerte, betrachtete Claudia Gerken (CDU) die Verhältnismäßigkeit, was den Bürgern wichtig sei und die Sicherheit. Ungern vertrösten lassen wollte sich Wolfgang Dambacher (UBL). Dem Vorschlag der Bürgermeisterin, offene Fragen zu sammeln und die Nachtabschaltung mit möglichen Schaltzeiten in der Februar-Sitzung zu besprechen, folgte schließlich auch er. ⋌

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