Tiny-Houses für Lippach

  • Weitere
    schließen
+
Lippachs Ortsvorsteher Rudolf Haas (rechts) erläuterte bei einer Vor-Ort-Begehung den Stand der Erschließungsarbeiten im erweiterten Wohnbaugebiet "Am Rinnenbach".

Wohnen am Rinnenbach kommt an. 16 Interessierte für 21 Bauplätze.

Westhausen-Lippach. Der Asphalt war noch warm, als im Rahmen der Sitzung des Ortschaftsrates in Lippach eine Vor-Ort-Begehung im Baugebiet Rinnenbach auf der Tagesordnung stand. Dort wurden im Zuge einer ersten Erweiterung 21 Bauplätze erschlossen.

"Es war keine einfache Planung", sagte Ortsvorsteher Rudolf Haas. Die Gründe: die leichte Hanglage und die Forderung nach verdichteter Wohnbebauung. "Wir haben den vorgegebenen Schlüssel aber gut erreicht."

16 Interessenten gebe es für die Bauplätze bereits. Und doch habe die Gemeinde noch mit dem Verkauf gewartet. "Wir wollten, dass die künftigen Bauherren ihr Grundstück wenigstens erkennen können und wissen, was auf sie zukommt", so Haas. Dass manche Bauherren schon in den Startlöchern stehen, weiß auch Bürgermeister Markus Knoblauch. "Noch vor der Sommerpause können die Kaufverträge unterzeichnet werden", sagte er deshalb auf Nachfrage aus der Bevölkerung. Vorausgesetzt, die Notarin habe genügend Kapazitäten.

Ein Grundstück beschäftigte die Ortschaftsräte von Lippach besonders. Ein Investor möchte gerne sogenannte "Tiny-Houses" errichten, was eine Änderung des Bebauungsplanes nach sich ziehen würde.

Wie so etwas auf einer Gesamtfläche von 900 Quadratmetern aussehen könnte, erläuterte die für das Baugebiet zuständige Architektin Magdalena Bloss im Anschluss an die Begehung in der Turn- und Festhalle. Demnach wären bei Unterteilung des Grundstücks auf einzelne Parzellen sechs solcher kleinformatigen Häuser denkbar. "Mit 3 bis 3,5 Meter Breite und 10 bis 14 Meter Länge gibt es sehr schöne Konzepte", sagte Bloss. "Die Nachfrage ist da, denn für viele spielt der Kostenfaktor eine große Rolle", sagte Knoblauch, der sich die Tiny-Houses als schönen Abschluss des Wohngebiets nach außen gut vorstellen könnte. Was Bloss an den geänderten Bebauungsplänen sieht: "Der wirkliche Vorteil ist, dass man sehr viele unterschiedliche Wohnformen für alle Generationen anbieten kann." Stellplätze, Verkehr und fehlende Erfahrungen gaben für die Ortschaftsräte dann doch noch Anlass zur Diskussion. Die Herausforderung annehmen wollten sie aber dennoch. Unter der Prämisse, nicht das Maximum herausholen zu wollen, einigte man sich am Ende auf einen Vorschlag mit vier möglichen Tiny-Houses bei insgesamt acht Stellplätzen.

Gemeinderat Am Mittwoch, 24. Juni, 18 Uhr, soll im Gemeinderat Westhausen in der Festhalle abschließend darüber entschieden werden.

Zurück zur Übersicht: Lippach

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL