Wandern am Stockmühlsee

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Der Parkplatz am Südufer des Stockmühlsees ist unser Ausgangspunkt für diese Tour. Grafik: ca

Naturidylle auf Eis gelegt: Stockmühlsee und Waldweiher – was wir auf einer zweistündigen Wanderung alles erleben können.

Westhausen-Lippach

Wer viel zu Fuß unterwegs ist und die schönsten Bilder mit seinen Freunden auf dem Handy teilt, wird oft gefragt, welchen Weg man denn gegangen sei. Da trifft es sich gut, wenn man auf eines dieser Wanderbüchlein verweisen kann, in denen es heißt: "Auf der Ostalb wandern tut gut." Es ist die Aalenerin Anne Karrer, die schon drei Bände mit kurzen Wanderungen herausgebracht hat. "Ich überlasse viele meiner Touren dem Zufall", sagt sie im Gespräch mit der SchwäPo. Als auch sie mehrfach nach dem Weg gefragt wurde, habe sie irgendwann geantwortet: "Ich schreib's euch auf."

Ihre Wanderstiefel schnürt Karrer ständig und so folgt in Kürze Band vier mit Wanderungen zum Thema "Im Wald und auf der Heide".

Auch wir haben uns von Anne Karrers Wanderlust anstecken lassen und aus einem ihrer Büchlein die Tour "Stockmühlsee mit Waldweiher" ausgesucht.

Start: Sie beginnt am Parkplatz an der Staumauer des Stockmühlsees bei Westhausen-Lippach. Wir erwandern den 7,7 Kilometer langen Rundweg wie beschrieben im Uhrzeigersinn. Ein geteerter Weg führt uns zunächst am linken Seeufer und schnurstracks geradeaus der Jagst entlang, bis wir rechts auf eine Brücke treffen. Von hier begeben wir uns auf Zickzack-Kurs. Erst rechts über die Brücke, dann in einer Linkskurve in den Wald hinein und dann nach 60 Metern wieder rechts, wo wir schließlich auf einen befestigten Forstweg stoßen.

Wir wandern leicht bergauf zu einer Wiese mit Hochsitz und wieder geht es zack links auf einen mit blauem Pfeil gekennzeichneten Weg. Von jetzt an interessieren uns die möglichen Abzweigungen eher weniger. Erst bei Kilometer 4, als wir die Ortschaften Zöbingen und Baldern fast erahnen können, machen wir an einer "Wegspinne" eine Kehrtwende scharf rechts.

Gelegenheit zur Rast: Schon bald gelangen wir an einen idyllisch gelegenen Weiher mit einem Unterstand. Das "Rindenhäusl", wie es sich nennt, wurde erst im Jahr 2016 von ein paar Freunden aus Zöbingen erneuert, nachdem das alte zerborsten war. Im Rund um einen Tisch hätten wir uns hier gemütlich an unserer mitgebrachten Brotzeit laben können. Das Lachen fröhlicher Kinder hält uns aber davon ab. Auch wenn wir gerne dazu gesessen wären, überlassen wir das Territorium lieber der kleinen Familie und wandern weiter.

Schließlich folgt noch ein zweiter Weiher, der etwas versteckt rechts im Wald liegt. Hier hat der Biber ganze Arbeit geleistet. Es sieht aus, als hätte er ein Geodreieck zur Hand gehabt, denn aneinandergereiht und immer im gleichen Winkel wurden gleich mehrere Baumstämme zu Fall gebracht.

An der folgenden Kreuzung biegen wir rechts ab. Wir wollen den versteckten Weiher aber noch etwas genauer betrachten und machen auf einem Wiesenpfad einen kurzen Abstecher in den Wald hinein. Der Weiher ist dick mit einer Eisschicht bedeckt und an seinem Ende fließt der Bohnenbach heraus, der später im Stockmühlsee mündet.

Staumauer in Sicht: Zurück auf dem Weg wandern auch wir weiter durch den Wald, bis wir ans Ufer des Stockmühlsees kommen. Die Staumauer ist schon in Sicht, über die wir schließlich nach gut zwei Stunden zurück zum Parkplatz kommen.

Info: Mehr zu den Wanderbüchlein von Anne Karrer gibt es unter www.aalen-wanderungen.de

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