Mit der „Bounty“ in See stechen

+
Die Stadt Lauchheim plant am Kalvarienberg für 120.000 Euro einen Spielplatz. Ob die drei alten Obstbäume stehen bleiben dürfen oder aus Sicherheitsgründen gefällt werden, ist noch unklar.
  • schließen

Lauchheim plant für 120 000 Euro im Baugebiet Kalvarienberg einen Spielplatz. Was zuvor noch zu klären ist.   

Lauchheim.  Kinder fahren Seilbahn, stechen mit der „Bounty“ in See, treffen sich beim Klettern zum Bärentanz oder lümmeln sich einfach nur gemütlich in eine Hängematte. Was mit der Neuanlage eines Spielplatzes im Wohngebiet „Kalvarienberg“ entstehen soll, klingt vielversprechend und ist das Ergebnis eines Bürger-Informationsabends vom vergangenen November. Zwischen drei bestehenden Obstbäumen ist ein großer Sandplatz eingeplant mit Backtisch, Kugelbahn, Holzschiff und Sitzgelegenheiten. 

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Lauchheim wurde nun ein Antrag von Stadtrat Andrea Thurner (FWV) behandelt, wonach die drei Bäume möglicherweise gefällt werden sollen. „Durch die Obstbäume besteht die Gefahr von Wespen“, so heißt es. Thurner gehe es aber auch um die Sicherheit, die möglichst überprüft werden sollte. „Nicht dass wir den Spielplatz anlegen und in ein paar Jahren die Bäume herausreißen müssten“, wie er in der Sitzung erklärte. Zwar gibt es ein Gutachten, dieses stamme aber noch von 2016 und damit vor den Bautätigkeiten am Kalvarienberg. 

Die Verwaltung hat indessen das damalige Planungsbüro HPC wegen einer möglichen Rodung befragt. Von Bäumen mit Habitatfunktion war in einer Antwort zu lesen und von Artenschutz. Aber auch von  „Spielen unter Obstbäumen“ als zentraler Gestaltungsgrundsatz des Bebauungsplanverfahrens.

Patenschaften für Spielplatzbäume am Kalvarienberg?

Wie die Hauptamtsleiterin Monika Rettenmeier mitteilte, wurde noch die Untere Naturschutzbehörde mit eingeschaltet. Eine Beurteilung der Bäume mit Stellungnahme stehe aber noch aus. 

„Wenn die Bäume sicher sind, dann lassen wir sie stehen“, gab sich Thurner damit zunächst zufrieden. Derweil hat sein Fraktionskollege Rüdiger Backes schon Ideen wegen des Fallobstes. „Wir könnten Patenschaften anbieten“, schlug er vor. „Wenn man junge Familien einbinden kann, dann ist das sehr segensreich.“ ⋌Doris Weber

Zurück zur Übersicht: Kapfenburg

Kommentare