Übungsszenario: Brand im Paletten-Labyrinth

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Feuerwehr und DRK haben auf dem Betriebsgelände der Firma Utz gemeinsam geprobt. Foto: fm

Feuerwehr Lauchheim probt den Ernstfall bei der Firma Utz. Mehrere Abteilungen und DRK im Einsatz.

Lauchheim. Für ihre Hauptübung 2022 hat sich die Lauchheimer Feuerwehr in diesem Jahr die Firma Paletten-Utz auserkoren. Das geprobte Szenario war, dass auf dem Firmengelände ein E-Auto verunglückt und der dabei entstehende Batteriebrand dann auf die Holzpaletten und schließlich auf eine Lagerhalle übergreift. Obwohl Josef Utz und sein Team darauf bedacht sind, Feuergefahrenherde erst gar nicht aufkommen zu lassen, könnte bei einem Unfall ein Szenario wie das der Übung entstehen.

Feuerwehrkommandant Wolfgang Wünsch hatte folgende Situation für die Übung auf das Betriebsgelände projiziert: In der Batterie eines Elektroautos ist ein Brand entstanden. Dieser hatte schon nahe gestapelte Paletten erfasst und drohte auf eine Lagerhalle überzutreten. Als die Feuerwehr eintraf, hatten Personen, die den Brand bekämpfen wollte, Rauchvergiftungen erlitten. Es oblag der Atemschutztruppe, diese zu retten.

In Sicherheit gebracht, nahm diese „Verletzten“ das DRK Lauchheim in Empfang. Mit seiner schnellen Einsatzgruppe (SEG) war es eingetroffen, mit ihm der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Lukas Schläger und Einsatzleiter Daniel Michelberger.

Nachrückende Kräfte waren die Feuerwehrabteilungen Hülen mit Andreas Mayer und die Abteilung Röttingen mit Martin Lemmermeyer. Sie kümmerten sich - koordiniert von Fabian Ladenburger - um die Brandbekämpfung im Areal Utz und den Schutz von Gebäuden der benachbarten Firma Sumitomo.

Beeindruckend in diesen nächtlichen Szenen war die Personenrettung und -bergung. Denn für die Übung angenommen war auch, dass im E-Auto, dessen Brand mit einer Löschlanze bekämpft wurde, fünf Personen saßen. Von diesen waren drei in der Nähe verletzt aufgefunden worden, zwei weitere aber unter Schock weggerannt und hatten sich im „Paletten-Labyrinth“ verlaufen.

Erst als sie gefunden und versorgt, Gerätschaften und Schläuche weggeräumt waren, erklärt Kommandant Wolfgang Wünsch die Hauptübung 2022 für beendet. Für eine anschließende Stärkung der Rettungskräfte hatten Hildegard und Josef Utz gesorgt. Dabei kamen Erkenntnisse aus der Übung zur Sprache, darunter die, dass im Ernstfall das Löschwasser aus dem Hydranten nicht ausgereicht hätte. Drei bar Druck und eine Durchflussmenge von 600 Litern pro Minute seien viel zu wenig, waren sich alle Experten einig. Wie das verbessert werden könnte, hörte auch Monika Bernreiter, die Stellvertreterin der Bürgermeisterin. Konkrete Vorschläge hierzu wird die Verwaltung bald von der Freiwilligen Feuerwehr bekommen.

⋌Franz Mayer

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