Vorberatung Haushalt 2023

Warum das politische Weltgeschehen keine Planungssicherheit für die Vorausschau bis 2026 bietet.

Westhausen. Lediglich in Teilbesetzung startete das Rathausteam in die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres. Einige krankheitsbedingte Ausfälle habe die Verwaltung zu beklagen. Winfried Krieger führte in Vertretung für Bürgermeister Markus Knoblauch durch die Tagesordnung. Mit einem Versprechen leitete Krieger sodann in die Haushaltsberatungen ein. Dem vorausgegangenen Tagesordnungspunkt, dem Jahresrückblick 2022, hätten die Räte bereits komprimiert erfahren, dass trotz widriger Umstände viel in die Gemeinde und seine Bürger investiert worden sei. „Ich verspreche ihnen, dass es in Zukunft nicht anders wird“, sagte Krieger. Knapp 27 Millionen Euro habe die Kommune für sämtliche Maßnahmen veranschlagt. In Folge wurden die neuen Haushaltszahlen von Patrick Müller anstelle Kämmerer Matthias Legner präsentiert. Geplante Einnahmen von insgesamt 22 Millionen Euro stehen rechnerische Ausgaben in Höhe von 27 Millionen Euro gegenüber. Damit bestehe eine Unterdeckung von rund fünf Millionen Euro, die in Teilen mit Krediten ausgeglichen werden sollen. Die Gesamtschulden werden für Ende 2023 mit 1079 Euro je Einwohner und insgesamt 6,7 Millionen Euro angegeben.

Die wichtigsten Zahlen für Investitionen in 2023:

Die Weiterfinanzierung des neuen Feuerwehrhauses wird 1,63 Millionen Euro kosten. Ergänzt um den Anbau des neuen Polizeipostens mit zusätzlichen 493 000 Euro. In den Glasfaserausbau sollen 1,28 Millionen Euro investiert werden. 700 000 Euro sind für den „Umbau Lachbach“ in Lippach vorgesehen. Das Baugebiet Josefskapelle wird für 520000 Euro erschlossen. Ein neuer LKW für den Bauhof kostet 390 000. In der Brunnengasse werden für 350 000 Euro Kanalarbeiten durchgeführt. Der erste Teil der LED-Umrüstung von Straßenlaternen kostet 300000 Euro. Erweiterungsarbeiten im Baugebiet Schwenksbrunnen verlangen 253 000 Euro. 196 000 Euro sind für den Neubau der Kläranlage eingestellt. Ein Notstromaggregat kostet 150 000 Euro und in den Straßenbelag im Baugebiet Rinnenbach werden 110 000 Euro investiert.

Markante Verwaltungsausgaben sind allein für Personalkosten 5,48 Millionen Euro. Die Unterhaltung von Grundstücken und Gebäuden sowie sonstigem unbeweglichen Vermögen kostet 2,4 Millionen Euro. Die Kreisumlage will mit 2,6 Millionen Euro bedient sein. Zwei Millionen fließen allein in Abschreibungen. Die Finanzausgleichsumlage wird mit 1,94 Millionen Euro veranschlagt. Steuern, Versicherungen und weitere Verwaltungskosten liegen bei 907 000 Euro.

Für Ende 2026 wird ein Schuldenstand in Höhe von 7,33 Millionen Euro sowie 1189 Euro je Einwohner angegeben. Das politische Weltgeschehen verschaffe der Gemeinde wiederholt keine Planungssicherheit, sagte Müller. „Trotzdem muss es uns noch nicht bange sein“, hieß es abschließend. ⋌gwd

Zurück zur Übersicht: Kapfenburg

Kommentare