Wenn sogar mal die Männer vom Bau nervös sind

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Auf der Baustelle der Lauchheimer Alemannenhalle hängt ein 25 Tonnen schwerer „Dachbinder“ aus Stahlbeton am Haken eines Autokrans.

Die Firma Taub hat zehn jeweils 25 Tonnen schwere Dachbinder auf den Rohbau gesetzt.

Lauchheim.Gespannte Aufregung herrschte, als die Firma Traub mit einem Sondertransporter die Dachbinder für die neue Mehrzweckhalle anlieferte. Da kann der Puls der Männer vom Bau schon mal etwas höher schlagen. Besonders, wenn die tonnenschweren Giganten am Haken eines Autokrans hängen.

Was da auf die Außenmauern der Halle gehievt wurde erzählt Dominik Anders von der für die Bauleitung beauftragten Firma „Bauwerk 4“: „Die zehn Dachbinder haben eine Spannweite von 24 Metern und jeweils ein Gewicht von 25 Tonnen.“ Was als „tragende Elemente einer Dachkonstruktion“ umschrieben wird, besteht aus Spannbeton. Das Prinzip: „Im Beton verankerte Stahleinlagen werden bei der Herstellung unter Zug vorgespannt. Nach dem Aushärten ziehen sie sich zusammen und sorgen durch eine leichte Wölbung nach oben für eine hohe Steifigkeit.“

Die für den Rohbau verantwortliche Firma Traub leistet ganze Arbeit. Das bestätigt Lauchheims Stadtbaumeister Wolfgang Köpf: „Die vorproduzierten Dachbinder wurden in zwei Etappen eingebaut. Beeindruckend war vor Ort die millimetergenaue Einpassung der tonnenschweren Betonfertigteile.“ Kaum 15 Minuten habe es gedauert, bis so ein Dachbinder in seiner Position fixiert war.

Geplant hat die die neue Mehrzweckhalle in Lauchheim das Büro „Drei Architekten“ aus Stuttgart. Mit einer Hallenfläche von 45 mal 22 Metern wird sie fast dreimal so groß wie die bisherige Alamannenhalle. Mit einer Klappbühne und erweiterten Verteilerküche soll sie künftig auch für Veranstaltungen dienen. Doris Weber

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