Westhausen läuft gegen Rechts

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„Laufen gegen Rechts“ heißt die Aktion des FC St. Pauli, die in diesem Jahr auch in Westhausen umgesetzt wurde.

28 Läuferinnen und Läufer aus der Gemeinde machen mit bei der Aktion des Hamburger Fußballclubs FC St. Pauli „Lauf gegen Rechts“.

Westhausen

Zum zehnten Mal veranstaltet der FC St. Pauli seinen beliebten Protestlauf gegen Rechts. Normalerweise findet der Lauf immer in Hamburg statt. Wegen der Coronapandemie kann er dieses Jahr zwar nur virtuell stattfinden – dafür aber deutschlandweit.

Auf einen der größten Protestläufe in Deutschland aufgrund der Coronapandemie verzichten? Das kommt für die Marathonabteilung des Fußballclubs FC St. Pauli schon mal gar nicht infrage. „Rechtsterrorismus ist traurige Realität in Deutschland. Das Problem heißt Rassismus, der in allen Teilen der Gesellschaft existiert“, heißt es aus dem Kreise des Organisationsteams.

Die Antwort des beliebten und traditionellen Fußballclubs FC St. Pauli lautet „Lauf gegen Rechts“. Dieses Jahr, wie bereits im vergangenen Jahr, findet der Volkslauf nur virtuell statt. Das heißt, der Lauf gegen Rechts findet an allen Orten Deutschlands statt. Jeder, der an dieser Aktion teilnehmen möchte, läuft für sich oder in kleineren Gruppen an einem selbst gewählten Ort. Zum Beweis, dass tatsächlich gelaufen wurde, sollen alle Läuferinnen und Läufer ein Foto von sich und der Umgebung in den Social-Media-Kanälen posten oder eine E-Mail an den Verein schicken, der dann die Fotos ins Internet stellt.

Die Idee, dass auch Westhausen ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtspopulismus setzen sollte, hatte Daniela Hauber. Die junge Mutter findet die Idee des FC St. Pauli gut. „Ich bin kein Fußballfan. Doch diese Aktion wollte ich auf jeden Fall unterstützen“, so Hauber.

Da der Protestlauf in Hamburg wegen Corona abgesagt wurde, mobilisierte die Westhausenerin per Smartphone alle ihre Bekannten und Freunde und forderte sie zum Mitmachen auf. 28 Teilnehmer konnte Hauber zum Mitmachen bewegen. „Ich finde das ganz toll von ihnen, dass sie alle mitmachen“, so Hauber.

Der passende Ort für den Protestlauf war auch gleich gefunden. Der Bucher Stausee und seine Uferpromenade sowie Spazierwege waren ideal für den Lauf gegen Rechts. Dort lässt sich auch die geforderte Strecke von mindestens 7,33 Kilometern locker laufen.

Damit nicht alle auf einmal um den Stausee laufen, was wegen der Coronabestimmungen recht problematisch wäre, einigte man sich in der Laufgruppe, an verschiedenen Tagen in kleinen Gruppen oder alleine um den Stausee zu laufen.

Damit dieser Lauf auch zählt, muss er aber im Mai stattfinden. Als gemeinsames Zeichen der Solidarität tragen alle Läuferinnen und Läufer das aktuelle Lauf-Shirt der Aktion Lauf gegen Rechts des FC St. Pauli. „Damit wollen wir auch auf der Ostalb ein wirklich deutliches Zeichen gegen Rechts setzen“, meint Daniela Hauber.

Damit wollen wir auch auf der Ostalb ein wirklich deutliches Zeichen gegen Rechts setzen.“

Daniela Hauber, Organisatorin

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