Bewährtes Format, neue Gastgeber

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Westhausens Bürgermeister Markus Knoblauch stellt die neuen Projekte der Gemeinde in 2022 vor.

CDU Westhausen und Lippach haben fusioniert. So breit ist der Themenmix beim Silvestergespräch.

Westhausen. Vertreter der Bundes- und Landespolitik, des Landkreises und der Kommunalpolitik treffen sich seit vielen Jahren zum „Silvestergespräch“ in Westhausen. Gastgeber ist der CDU-Gemeindeverband Westhausen/Lippach. Das bewährte politische Informationsformat fand diesmal unter neuen Vorzeichen statt: 2021 haben sich die beiden CDU-Ortsverbände Westhausen und Lippach zu einem neuen Gemeindeverband zusammengeschlossen und treten nun politisch gemeinsam auf. „Ein logischer und guter Schritt“, wie der Vorsitzende des neuen CDU-Gemeindeverbandes, Josef Ebert, meint. „Hier zeigen wir unsere Einheit, wie sie auch schon auf kommunaler Ebene sichtbar ist. Lippach ist seit vielen Jahren eine geschätzte Teilgemeinde von Westhausen.“

Am Format des Silvestergesprächs hat sich aber nichts verändert. Die Westhausener CDU freut sich über den Besuch der politischen Prominenz aus dem Ostalbkreis. Regelmäßige Gäste sind der Bürgermeister von Westhausen, Markus Knoblauch, Landrat Dr. Joachim Bläse sowie die beiden Abgeordneten im Bundes- bzw. Landtag, Roderich Kiesewetter und Winfried Mack. Die Mischung von Schwerpunktthemen aus der Gemeinde, dem Ostalbkreis sowie Bund und Land spannen einen weiten politischen Bogen.

Wichtig für Bürgermeister Markus Knoblauch sind Investitionen in die eigene Gemeindeinfrastruktur. Ganz vorne stehen Bildung und Kinderbetreuung, dicht gefolgt vom Breitbandausbau. In beide Felder investiert Westhausen Millionen von Euro. „Schnelles Internet ist mittlerweile fast genau so wichtig wie Strom und Wasser“, meint Bürgermeister Knoblauch. Neue Impulse setzt die Gemeindeverwaltung verstärkt im Klimaschutz: mit einer Klimaschutzbeauftragten, einem Klimaschutzkonzept und jeder Menge frischer Ideen. Im neuen Baugebiet „Josefskapelle“ werden alternative Hausbauformen unterstützt. Tiny-Häuser, Solarmodule auf dem Dach, verdichtete Bebauung sind höchst erwünscht und werden gefördert.

Landkreispolitik hat andere Schwerpunkte, die aber Einfluss auf die Gemeinden haben. „Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Klima und Ökologie sowie die Demografie sind die größten Treiber in der Gesellschaft“, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse. Diese Themen seien wichtig, dürfe man nicht aus den Augen verlieren, würden aber aktuell von Corona überlagert. Mit Sorge sieht der Landrat die Spaltung der Gesellschaft, bedingt durch Corona. Gewalttätige Proteste und Hass-Mails seien kein Mittel der Meinungsäußerung in einer fairen Demokratie, so Bläse.

In Landes- und Bundespolitik steht die Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. „Die Ostalb braucht den Vergleich mit großen Regionen im Land, was den Breitbandausbau betrifft, nicht scheuen“, sagt der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter. Zum ersten Mal als Vertreter der CDU in der Opposition, mahnt Kiesewetter, darauf zu achten, „dass der ländliche Raum nicht abgehängt, sondern gestärkt wird“. Der Landtagsabgeordnete Winfried Mack appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, mit Optimismus, Vertrauen und Zutrauen in die Zukunft zu blicken. „Um die Zukunft muss uns wirklich nicht bange sein.“

An die 40 Bürgerinnen und Bürger haben am digitalen Silvestergespräch des CDU-Gemeindeverbandes Westhausen/Lippach teilgenommen. Übertragen wurde das Gespräch aus den Räumen des Zentrums für Digitale Entwicklung in Westhausen.mab

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