Bewusstsein fürs Klima schärfen

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Verena Mischo (l.) unterstützt Rathauschef Markus Knoblauch in Sachen Klimaschutz auf lokaler Ebene.

Westhausens Klimaschutzmanagerin Verena Mischo hat alle Hände voll zu tun. Wie sie mit der Gemeinde Ziele lokal umsetzen will.

Westhausen

Für die Eindämmung des Klimawandels und die Anpassung daran spielen Städte und Gemeinden eine wichtige Rolle. Die Umsetzung der Klimaschutzziele findet lokal statt“, meint WEsthausens Bürgermeister Markus Knoblauch.

Bereits im Juni 2019 hat die Gemeinde ein umfangreiches Klimaschutzkonzept im Gemeinderat verabschiedet. Seit April 2021 kümmert sich im Rathaus die neue eine Klimaschutzmanagerin Verena Mischo um die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts.

Verena Mischo soll vor allem das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln beim Klimaschutz bei den Bürgerinnen und Bürgern fördern und vertiefen. „Zu einen meiner Hauptaufgaben zählt die Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Mischo. Sie steht für den Weg der kleinen Schritte. „Ziele in Sachen Klimaschutz sind schnell gesetzt. Diese aber zu erreichen, die Bausteine richtig zu legen, sind die große Kunst. sind die große Kunst. Lieber ein Projekt nach dem anderen zum Erfolg bringen, als zu viele Projekte gleichzeitig zu starten und keine konkreten Ergebnisse zu haben“, so Mischo.

87 Prozent grüner Strom

Die Voraussetzungen, ein ordentliches Klimaschutzkonzept zu fahren, sind in Westhausen nicht schlecht. Rund 87 Prozent des bilanzierten Stromverbrauchs für ganz Westhausen stammen bereits aus der Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien. Ganz vorne dran steht die Photovoltaik (PV). Die Energieerzeugung geht parallel einher mit dem Energieersparnispotential. „Bei den Verbrauchsdaten stehen wir im durchschnittlichen Landesvergleich gut da. Damit ist die Aufgabe aber noch lange nicht erledigt“, meint Mischo.

Aktuell ist die Klimaschutzmanagerin an der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik dran. Was früher eine Aufgabe für nebenbei für das Bauamt war, wird heute von Verena Mischo koordiniert. „Es gibt kaum noch Aufgaben und Projekte in der Gemeinde, in der nicht auch unsere Klimaschutzmanagerin mit am Planungstisch hockt“, sagt Bürgermeister Knoblauch.

Die Neugestaltung des Bahnhofareals, der Ausbau der PV-Dachanlagen auf kommunalen Gebäuden, wie zum Beispiel den Kindergärten und Schulen, die Optimierung der Energieeffizienz des Freibades, die Flächenschonung bei der Erschließung von neuen Wohngebieten, wie das neue Baugebiet „Josefskapelle“ – das Aufgabenfeld einer Klimaschutzmanagerin ist groß.

„Auch unsere beiden anstehenden Großprojekte, wie der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses oder die umfangreiche Sanierung der Kläranlage und deren Ausbau zur interkommunalen Abwasserentsorgungsanlage für Westhausen und Lauchheim bedürfen einer Mitkoordinierung durch Verena Mischo“, ergänzt Bürgermeister Markus Knoblauch.

Die neun festgelegten Handlungsfelder im Klimaschutzkonzept der Gemeinde Westhausen, Energiemanagement, energieeffiziente Gebäude, Siedlungsentwicklung, Energieversorgung, Verkehr und Mobilität, Betriebliche Energieeffizienz, Öffentlichkeitsarbeit, Controlling und Institutionalisierung liegen aktuell in ihrer der Hand.

„Es gilt nun, das Bewußtsein der Bürgerinnen und Bürger für den Klimaschutz zu schärfen. Je mehr von ihnen sich aktiv für den Klimaschutz mitengagieren, umso besser für unsere Lebensqualität“, sagt Mischo.

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