Der „alternative Spatenstich“ gedeiht sehr gut

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Viele Insekten leben hier, zur Freude der Vögel.

Auf einer Blumenwiese, die im August erstmals gemäht wird, zeigt sich im Vergleich vielfältiges Leben.

Westhausen. Im Herbst letzten Jahres griffen Damen des Grünen Ortsverbandes zum Spaten.

Wie ist nun der Stand des „alternativen Spatenstichs"? Nach den Frühlingsboten setzen sich nun die Wieseniris als blaue Tupfen gegen hohe Gräser und verschiedenste Wildblumen in einem bunten Farbgemisch aus grün, rosa, gelb, weiß ab.

Auf den Blumen tummeln sich Insekten. Hummeln, Bienen und Käfer verschiedenster Art, laben sich am Nektar und finden eine Kinderstube für den Nachwuchs. Die offengebliebenen Stellen werden von den Krabbeltieren genutzt. Auch Vögel finden hier genügend Nahrung zur Aufzucht der Brut. Das lange, zum Teil querliegende Gras hält die Feuchtigkeit lange im Boden. Die Wiese lebt.

Das Nachbarstück, quasi als Vergleich und auch zur Gemeinde gehörend – wurde bereits mehrmals dieses Jahr gemäht. Für die wenigen noch vorhandenen Wiesenblumen bestand kaum eine Chance, zu blühen und Zeit um Samen zu bilden und zu überleben. Freiräume am Boden gibt es kaum. Das Gras ausbreitet sich aus.

Für Erdbienen und Hummeln fehlt neben der Nahrung auch der Wohnraum. Schon bald wird die Sonne den Boden austrocknen und sich erste Risse im harten Boden zeigen. Diese Wiese empfinden manche zwar als schön und ordentlich – aber sie bietet kaum Lebensraum und ist arm an Arten.

Wie geht es mit der Blumenwiese weiter?

Nachdem die Blumenpracht verblüht ist, die Samen ausgebracht sind, die Raupen und Insektenlarven „erwachsen“ werden konnten, soll zum ersten Mal im August gemäht werden. Dann kann bis zum Herbst die nächste Gräser-Generation hochwachsen und den Nützlingen zur Überwinterung dienen.

Im Frühjahr geht es dann von vorne los, die ersten Bienen finden Nektar und Vögel Nahrung.

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