Die ersten Schwimmer sind am Start

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Bademeister Andrel Kravcenko und sein Team freuen sich, dass in Westhausen die Freibadsaison wieder begonnen hat. Das Hygienekonzept funktioniert.
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Das Freibad in Westhausen hat bei sommerlichen Temperaturen und 23 Grad warmen Wasser die Badesaison eröffnet.

Westhausen

Ideales Freibadwetter am Eröffnungstag – strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint und das Außenthermometer klettert auf sommerliche 25 Grad. Im Freibad Westhausen sind die ersten Schwimmer am Start. Sie sind froh, dass es wieder losgeht.

Wir treffen zwei gut gelaunte Damen am Beckenrand. Eine davon ist Helga Schreitmüller. „Ich komme schon seit dem Jahr 1992 regelmäßig hier her“, erzählt die 87-jährige Rentnerin, die zur Badesaison täglich im Wasser ist. „Außer wenn es regnet, da habe ich mich entschlossen in diesem Jahr doch eher mal zuhause zu bleiben.“ Helga Schreitmüller zählt zu einer Gruppe anderer begeisterten „Wasserratten“, die in den Morgenstunden ihre Runden drehen. „Sie haben sogar eine „Whattsapp-Gruppe“ gebildet“, verrät ihre Tochter neben ihr. Renate Bölstler besucht der Fitness wegen das Freibad. „Ich schwimme jeden Tag einen Kilometer und gehe dann nach Hause“, sagt sie mit Blick auf ihre Fitnessuhr.

Mutter und Tochter sind glücklich, dass sie trotz Corona wieder schwimmen dürfen. „Alles ist super organisiert“, loben sie das „tolle Team“ am Beckenrand.

Tatsächlich ist alles perfekt vorbereitet. Wie schon im vergangenen Jahr ist der Badebetrieb an ein Hygienekonzept geknüpft. Es gibt drei festgelegte Zeitblöcke, ein Online-Ticketsystem und eine Ampel, die möglichst auf grün stehen sollte. „Pro Block sind 300 Badegäste im Freibad Westhausen erlaubt“, erklärt Bademeister Andrej Kravcenko. Jeweils Hundert dürfen ins Wasser. Sensoren überwachen den Zugang, und die Ampel springt um, wenn zuviele ins Wasser wollen. Das Becken ist in Bahnen unterteilt und es wird wie im Straßenverkehr rechts geschwommen. Anders auf der Liegewiese, wo Platz genug ist.

Ansonsten geht derzeit nichts ohne „3G“ und „AHA“. „Heute Vormittag hatten alle vorbildlich eine Bescheinigung oder ihren Impfpass dabei“, sagt Kravcenko. Und doch laufen manche Telefone heiß. Auf dem Rathaus ist es die Nummer von Jana Luckas, die in Sachen Freibad am häufigsten gewählt wird. Am Eröffnungstag treffen wir sie noch einmal mit der stellvertretenden Hauptamtsleiterin Christin Boy im Freibad. Beide sind regelmäßig vor Ort. So wie Christian Köder, der Student mit dem silbernen DLRG-Rettungsschwimmabzeichen, oder Lea Drmola, die zwischen Online-Vorlesungen schnell mal im Kassenhäuschen sitzt. Besonders ist in diesem Jahr, dass mit Familie Woronow wieder ein Pächter für den Freibad-Kiosk gefunden werden konnte.

Der Eintritt ins Bad ist erschwinglich. Einzelkarten für Erwachsene kosten 3 Euro und für Kinder und Jugendliche 2 Euro. Eine Online-Reservierung ist notwendig. „Wenn die Inzidenzzahlen weiter stabil unter 35 liegen, können wir vielleicht sogar bald einige Regelungen lockern“, macht Christin Boy schließlich Hoffnung.

Ich schwimme jeden Tag einen Kilometer.“

Renate Bölstler, Freibadbesucherin
Endlich wieder im Freibad Bahnen ziehen können.

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